Die Kultivierung der Moorniederung

1721 überließ Kurfürst Karl Philipp den Bewohnern von Ramstein Teile der Moorfläche. Sie wollten das Land bearbeiten, um es als Wiesenfläche zu nutzen. So wurde das Moor nur punktuell genutzt.

Im 19. Jahrhundert war es Andreas Friedrich Koehl, der entscheidenden Anteil an der Nutzbarmachung des Moors hatte. Als Oberförster und Leiter des Forstamtes leitete er die sinnvolle Nutzung ein.

Mit Entwässerungsgräben, die ihr Wasser in die Bäche leiteten. wurden die Sümpfe trocken gelegt und der Grundwasserspiegel sank. Koehl sorgte für ein engmaschiges Netz an Entwässerungsgräben. Er  wußte, dass sich zu wenig Wasser ebenfalls nachteilig auswirken kann und ließ Schleusen einbauen, die bei Bedarf das Wasser aufstauen konnten. Er war auch der Begründer des Wegenetzes. Seine Wege werden auch heute noch landwirtschaftlich genutzt. Dank der festen Wege konnte mit der Torfwirtschaft begonnen werden.

Ein Denkmal im Waldstück "Waardt" erinnert heute noch an den königlichen Forstmeister Koehl.

Auf der Tafel steht: "Zur Erinnerung an den Beginn der Kulturwiesenanlage im Reichwaldgebrüchs durch den k. Forstmeister Koehl im Jahre 1887"

Heute kümmert sich die Gemeinde Ramstein-Miesenbach um die Erhaltung des Denkmals. Man findet es ganz in der Nähe der Autobahn. Vor deren Auffahrt muß man an der Abfahrt zur Ziegelhütte abbiegen und dem Hinweisschild aus Holz folgen. Der Weg mündet in ein kleines Waldstück ,in dessen Mitte das Denkmal steht.

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