Die geschichtliche Entwicklung von Hütschenhausen

Hütschenhausen hat eine weit zurückliegende Geschichte.  Schon zur Römerzeit führte eine alte Straße durch dieses Gebiet, die den Verkehr zwischen den Regionen Saar und der Gegend um Worms verband. Das Dorf selbst entstand  wohl wie anderen Orte, die mit -hausen enden  nach 800 n. Chr. als Siedlung und wurde als solche erstmals im Jahre 1295 unter der Bezeichnung "Hizhusin" erwähnt.

Ein Mann namens "Hizo" kann als "das Haus des Hizo" der Ursprung des Ortes sein. Hizo war ein alter germanischer Rufname. Wie anderen Dörfer zu dieser Zeit war Hizhusin wohl spärlich geschützt, ohne Mauern, nur mit einem Wall, der mit Dornen bepflanzt war und einem Graben davor.

1337 und 1338 tritt ein "Syfried von Huczenhusen" als Zeuge bei einer Grundstücksübereignung auf. Ursprünglich gehörte die Gemeinde zum Königsland, kam dann aber 1375 mit Kaiserslautern zur Kurpfalz und den Wittelsbachern, bei der es bis zur Französischen Revolution verblieb und deren Geschicke es durch die Jahrhunderte teilte.

1564 wird der Ort Huetschenhausen im Gerichtsbuch der Stadt Landstuhl genannt. Seither veränderte sich der Name nur noch unwesentlich. 1587 hieß es Heitzenhausen, 1592 Hitzenhausen, 1601 Hitzschenhausen und Hitschenhausen, 1626 wieder Hitzschenhausen,

In jener Zeit gehörte Hütschenhausen zum Oberamt Kaiserslautern und zum Gericht Ramstein. Die ersten Einwohnerzahlen findet man in Schatzungsbücher der Stadt Landstuhl. Der Ort hatte im Jahre 1592 etwa 75 Einwohner, 1601 waren es  47 und 1611 etwa 70. Dann brachte das Jahr 1635 mit dem Einfall der Kaiserlichen im Verlauf des 30 jährigen Krieges eine völlige Entvölkerung der Gegend. Noch Jahre nach diesem großen Krieg - überliefert aus dem Jahre 1656 - war der Ort menschenleer. Erst 1684 war Hütschenhausen wieder mit 20 Einwohnern besiedelt, unter denen sich auch ein Leßmeister befand. Dieser Name ist heute noch häufig im Ort vertreten.

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