-St. Katharina wird eine Schule ohne Rassismus und mit Courage-

„We hold these truths to be self-evident, that all men are created equal (…)“, zitierte Dr. Peter Degenhart, Pate der Aktion „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“, Thomas Jefferson. Zu Deutsch: „Wir halten diese Wahrheiten für offensichtlich, dass alle Menschen gleich sind (…)“. Diese Worte standen in der von Thomas Jefferson verfassten Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten von Amerika. Diese Worte haben seiner Meinung nach heute immer noch ihre Gültigkeit. Es benötigt Courage, um seine Stimme zu erheben und sich gegen Rassismus und Gewalt zu stellen.

Wolfgang Ringwald, der Schulleiter der St. Katharina-Realschule, erklärte die Begriffe Rassismus und Courage. Rassismus ist eine Denkweise, die Menschen zum Beispiel aufgrund ihrer Herkunft, ihres Äußeren und ihres Namens diskriminiert. Courage steht für Mut und Beherztheit. Mut können wir in vielen Situationen zeigen, die uns Angst machen. Zum Beispiel an einer Prüfung teilzunehmen, nachts im Dunkeln das Haus zu verlassen oder jemandem zu helfen und zu ihm zu stehen sind Taten, die von Mut zeugen. Die St. Katharina Schule möchte ihre Schüler unterstützen, auch wenn es unbequem und anstrengend ist. Sie wollen diese Gedanken in ihren Schulalltag miteinbeziehen. Herr Ringwald ist sich bewusst, dass dies ein langer Weg ist. Frau Karin Wagner-Schramm las passende Bibelstellen vor, die das neue Motto der Realschule unterstrichen.

Die Schülervertretung aus dem vorigen Schuljahr hatte sich mit dem Thema Rassismus und Courage auseinandergesetzt und Konzepte für einen Projekttag entworfen, um diesen Gedanken in der Schule zu festigen. Viel Arbeit hatten die Schüler und Schülerinnen in dieses Projekt gesteckt. Die ehemalige SV hatte diese Aktion ins Leben gerufen. David Becker konnte leider nicht kommen. Dafür waren Vanessa Gries und Felix Dietrich anwesend. Sie beschrieben die Suche nach einem passenden Paten und dankten Dr. Peter Degenhart, der dieses Amt übernommen hatte. Darüber hinaus gab es auch weitere Projekte, wie zum Beispiel Besuche im Seniorenheim oder den Besuch in einer Behindertenwerkstatt, die die Courage der Schule demonstrieren sollten. Für die Zukunft erhoffen sich die beiden, dass ihre Schule und ihre Nachfolger dieses Projekt weiterführen werden.

„Mit der Verleihung des Titels „Schule ohne Rassismus -Schule mit Courage“, setzen wir ein Zeichen gegen Menschenhass und Verachtung und für die Gleichwertigkeit aller Menschen“, so Dr. David Emling, Ehrenamtskoordinator des AWO Bezirksverbands der Pfalz. Er gab einen kurzen geschichtlichen Überblick über die Vergangenheit des Arbeiterwohlfahrtverbandes, der zur Zeit des zweiten Weltkrieges von Verachtung geprägt wurde. Dr. Emling überreichte der Schule das Zertifikat.

Eine Trommelgruppe eröffnete die Veranstaltung eindrucksvoll mit einem Musikbeitrag. Die Schüler und Schülerinnen trommelten auf Regentonnen, dem sogenannten „Trash-Drumming“. Die Karaoke AG umrahmte die Zertifikationsfeier mit ihren Liedern und Tänzen. Die musikalische Leitung hatten Frau Dr. Heike Le Brün-Hölscher und Frau Sabrina Griess inne. (ps)

 

<- Zurück zur Übersicht