Das Corona-Virus zwingt uns dazu, weitgehend daheim zu bleiben. Die Quarantäne-Regelungen schränken die Freizeitaktivitäten derzeit in einem Umfang ein, den die meisten von uns noch nie erlebt haben. Allerdings bietet das Gebot, daheim zu bleiben und den Kontakt mit anderen Menschen auf ein Minimum einzuschränken, auch Chancen, Neues zu entdecken und via World-Wide-Web und mit etwas Phantasie auf spannende Entdeckungsreisen zu gehen.
Wer sich für Kunst und Kultur interessiert und gerne Museen besucht, dem sei die Plattform „Arts & Culture“ von Google empfohlen. Über den Link www.artsandculture.google.com kann man virtuelle Rundgänge durch eine Vielzahl von Museen auf allen Teilen der Welt unternehmen, man kann berühmte Sehenswürdigkeiten und Wahrzeichen vom heimischen Sofa aus erkunden und nebenbei viel über die zu sehenden Kunstwerke und Ausstellungsstücke lernen. Auch Kinder können auf der Plattform interessantes entdecken, kann man doch nicht nur die großen Kunstmuseen der Welt besuchen, sondern beispielsweise auch in die Welt der Dinosaurier und faszinierender Maschinen eintauchen.
Die meisten der Museen erzählen auf ihren Seiten so genannte Geschichten über einzelne Kunstwerke oder Ausstellungsstücke. Dabei wird oft auf faszinierende Details eingegangen, die einem bei einem normalen Museumsbesuch in der Regel entgehen. Einer von vielen Höhepunkten sind dabei die Geschichten, die die Alte Nationalgalerie in Berlin zu bieten hat, die auf humorvolle Weise Hintergründiges zu einigen seiner besonderen Exponate berichten.

Neben der Alten Nationalgalerie sind mit dem Alten Museum, dem Pergamonmuseum, der Gemäldegalerie und dem Kupferstichkabinett gleich fünf der großen Berliner Museen vertreten. Weitere Angebote in deutscher Sprache bieten die Albertina, das Leopold Museum, die Kaiserliche Schatzkammer und das Naturhistorische Museum in Wien, aber auch das Städel Museum in Frankfurt, die die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden sowie das Museum Kunstpalast Düsseldorf.
Das Angebot der ausländischen Museen ist naturgemäß meist in englischer Sprache abgefasst, aber dafür bietet die Seite eine automatische Übersetzungsmöglichkeit an, die freilich nicht optimal funktioniert, jedoch durchaus helfen kann, vieles zu verstehen.

„Arts & Cuture“ ging 2011 mit 17 Museen in Europa, den Vereinigten Staaten und Russland an den Start. In den vergangenen neun Jahren hat sich das Angebot geradezu exponentiell vergrößert, mehr als 500 Museen aus allen Teilen der Welt mit einer nahezu unüberschaubar großen Zahl an Exponaten können über die Seite betrachtet werden. Viele Bilder liegen in hochauflösender Form vor und bieten die Möglichkeit, auf Gemälden Details zu entdecken, die man bei einem richtigen Museumsbesuch kaum erfassen kann.
Nun mag man zwar mit Recht behaupten, dass das Surfen im Internet und ein virtueller Spaziergang durch ein Museum das direkte Erleben der Ausstellungsstücke in ihrer dreidimensionalen Gestalt nicht ersetzen kann, aber es bietet durchaus auch Vorteile: und sei es nur die Tatsache, dass man sein Lieblingsbild ungestört und so oft und lange wie man will, betrachten kann. (red)

 

 

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