– Ein Kommentar von Wolfgang Feth –

Das war nicht immer so: Zwei, drei Wahlperioden zurück hatten die Fraktionen in Landstuhl kaum eine Bedeutung. Auf Ziele für das neue Jahr angesprochen, kam meist nur ein Achselzucken. Bei einem allmächtigen Bürgermeister brauchten die Fraktionen ja auch keine Ziele. Der Bürgermeister hat schon alles gerichtet.

Das hat sich gewaltig geändert. Die Fraktionen im Landstuhler Stadtrat wissen inzwischen um ihre Bedeutung und sagen deutlich ihre Wünsche und Meinungen. So wie jetzt für das Jahr 2020 geschehen. Das ist mehr als lobenswert. Nebenbei, so soll es ja auch in einer lebendigen Demokratie sein. Die Meinungsfindung findet im Rat statt, ebenso die Entscheidungen, der Bürgermeister und die Verwaltung sind ausführende Organe.

Bei den Zielen der Fraktionen für das Jahr 2020 sind viele gute Ideen dabei. Und manche auch, die dringend umgesetzt werden müssten. Leider ist Landstuhl hoch verschuldet, an allen Ecken und Enden wird gespart, Folgen einer fehlenden ausgewogenen Finanzplanung. Denn die schönsten Ideen kosten nun mal Geld zur Umsetzung, was Landstuhl leider nicht hat. Im Gegenteil, Jahr für Jahr werden mehr Schulden gemacht. Da hat sich leider, obwohl anders versprochen, nichts geändert.

Dennoch, das Formulieren der Ziele für das Jahr 2020, ist ein gutes Signal. Alle Fraktionen im Stadtrat bemühen sich um die Zukunft von Landstuhl, diskutieren ihre Ziele und bringen sie zu Papier. Jetzt können sich auch die Bürgerinnen und Bürger der Stadt damit auseinandersetzen und sich einbringen. Alles gute Voraussetzungen für eine gute und hoffentlich fortschrittliche Zukunft in Landstuhl!

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