Ein Kommentar von Wolfgang Feth zur Stadtratssitzung in Landstuhl

Natürlich haben sie recht, die zahlreich im Stadtrat erschienenen Bürgerinnen und Bürger der Barbarossastraße, wenn sie sich über die enorme Verkehrsbelastung beschweren. Und natürlich sollen Kinder wieder auf der Straße spielen können!

Aber anstatt selbstbewusst auf das sich in Arbeit befindende neue Verkehrskonzept zu verweisen, haben sich die Mehrheitsoppositionsparteien nebst Bürgermeister fast unterwürfig der Sache angenommen.

Der Verkehr ist eine sensible Angelegenheit. Jede Entlastung an der einen Stelle führt zu einer Belastung an der anderen Stelle. Wenn hier Anwohner geschont werden, werden sie dort belastet. Hiervon können nicht nur die Anwohner in der Barbarossastraße ein Lied singen, sondern in vielen, vielen Straßen in Landstuhl. Im Rahmen des Klimawandels wird Land auf Land ab die Verkehrswende gefordert. Landstuhl hat nun die Chance, im Rahmen des Stadtumbaus mit einem neuen modernen Verkehrskonzept diese Verkehrswende umzusetzen und zwar für ganz Landstuhl! Weniger Individualverkehr, Förderung des Fußgänger- und Fahrradverkehrs und natürlich des öffentlichen Nahverkehrs. In Landstuhl muss wie überall bezüglich des Verkehrs ein Umdenken in Richtung Zukunft stattfinden! Nachfragen des ersten Beigeordneten zum neuen Verkehrskonzept dürfen nicht vom Bürgermeister abgebügelt werden, sondern jede Gelegenheit, sich mit der „Verkehrswende“ auseinander zu setzen, muss genutzt werden. Am Bart kitzeln mag den Betroffenen gefallen, aber leider, so ist das nun einmal, bringt es die Sache keinen Deut weiter.

 

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