– Ergebnisse einer Bedarfs- und Machbarkeitsstudie vorgestellt –

Nach einer Haushaltsbefragung im Mai auf dem Betzenberg bezüglich eines Lebensmittelversorgungspunktes in diesem Stadtgebiet wurden am vergangenen Donnerstag die Ergebnisse präsentiert. Bürgermeisterin Beate Kimmel und der Lenkungskreis Betzenberg, der hierzu den Anstoß gab, hörten dem Vortrag von Volker Bulitta, Chef der Unternehmensberatung „M.Punkt RLP“, zu.
Im Januar war Bürgermeisterin Beate Kimmel im Rahmen ihre Stadtbege(h)gnung auf dem Betzenberg. „Es wurde festgestellt, dass keine umfassende Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs mehr auf dem Betzenberg möglich ist. Über die hieraus entstandene Idee einer Bedarfs- und Machbarkeitsstudie ‚Ein Laden für den Betzenberg‘ bin ich sehr dankbar und bin froh, dass die Befragung nach drei Monaten verwirklicht werden konnte“, so Kimmel. Von 2200 verteilten Fragebögen wurden 600 ausgefüllt abgegeben. Die 28 Prozent Rückläufer spiegelten einen ausgewogenen Querschnitt aller Altersklassen wieder.
Das Ergebnis ist deutlich: Ein Bedarf an einem Lebensmittelversorgungspunkt wird gesehen. So schätzen die Bewohner die derzeitige Versorgung als mangelhaft an und einen neuen Laden als eine deutliche Erleichterung. Mehr als 50 Prozent der Antwortenden würden ein solches Geschäft zur Grundversorgung nutzen, dreiviertel sogar mehrfach in der Woche dort einkaufen. Das Augenmerk soll auf regionalen, frischen und preisgünstigen Produkte liegen. Ein weiterer wichtiger Punkt für die Beteiligten war die fußläufige Erreichbarkeit und der Wunsch nach einem sozialen Kontaktknüpfungspunkt. Der Laden sollte demnach nicht nur Lebensmittel bieten, sondern auch Dienstleistungen ermöglichen und einen Treffpunkt darstellen.
Die Unternehmensberatung hält in der Machbarkeitsstudie einen Versorgungspunkt, der 50 Stunden pro Woche geöffnet hat, mit einem Sonntagmorgen Betrieb für frische Backwaren, und mit einer Nutzfläche inklusive Nebenräumlichkeiten von 400-430 m2 für wirtschaftlich zu betreiben. Anhand eines Punktesystems und der langjährigen Erfahrung der Unternehmensberatung fallen die Zahlen in hohem Maße realistisch aus.
„Die Besonderheit wird darin liegen, dass der Spagat der geforderten Angebote gelingt. Der 2019 geschlossene Discounter und die Bäckerei hinterlassen ein Loch, welches für die Anwohner auf dem Betzenberg wieder geschlossen werden sollte“, so die Bürgermeisterin. „Durch die Fördermittel des Ministeriums des Inneren und für Sport Rheinland-Pfalz konnte diese Machbarkeitsstudie durchgeführt werden und das Resultat zeigt, wie wertvoll dieser Schritt war.“
Im weiteren Verlauf müssen nun Räumlichkeiten geprüft werden, wie beispielswiese die mögliche Nutzung des leerstehenden Gebäudes des alten „Treffpunkt 3000“. Hierzu wurde umgehend ein erstes aussichtsreiches Gespräch geführt. Daneben müssen Ideen wie Co-Working-Spaces ins Auge gefasst werden und Märkte, wie CAP erneut angesprochen werden. (ps)

Foto: Pixabay

 

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