-Wie die AFD zu Stimmen kommt-

Die Stärke der AFD in Deutschland ist letztendlich auf Fehler der etablierten Parteien zurückzuführen. Ein Paradebeispiel eines solchen Fehlers ist die Angelegenheit „Maaßen“: jemand, der erhebliche Fehler macht, muss nicht direkt dafür einstehen, sondern wird umgekehrt sogar befördert. Und all dies nur deshalb, um die Koalition zu retten. Das ist einem normalen Menschen fast nicht mehr vermittelbar. Funktionieren kann dies nur deshalb, weil wir uns im Laufe der Jahre, im Laufe der Jahrzehnte an solche Aktionen gewöhnt haben. Der Gipfel dieser Aktion ist, dass ein SPD Staatssekretär für dieses Manöver geopfert wurde. Fehler machen, befördert werden und andere müssen dafür herhalten. Dies ist „Wildwestverhalten“, das viele, aber eben nicht alle mitmachen wollen. Sicherlich finden sich in der AFD eine Menge Nazis. Sie ist aber auch das Sammelbecken all jener, die sich mit solchen Machenschaften nicht abfinden wollen. Dabei ist zu bedenken, dass Maaßen im Falle seiner Ablösung ohne Beförderung durchaus weich gefallen wäre. Als politischer Beamter ist er für solche Fälle abgesichert. Was oben an der Regierung unseres Landes passiert, ist nicht mehr Vorbild, sondern abschreckendes Beispiel.

Wer die AFD als Gefahr sieht, meiner Ansicht nach zurecht, kann sie nur dadurch wirksam bekämpfen, indem in der Politik der etablierten Parteien Ethik, Moral und Gerechtigkeitsbewusstsein wesentlich erneuert werden.

von Wolfgang Feth

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