Die schrittweisen Lockerungen aus den Bekämpfungsverordnungen des Landes hatten sich schon im Juni positiv auf den Arbeitsmarkt ausgewirkt. Diese Entwicklung setzte sich in den vergangenen vier Wochen fort. Die Zahl der arbeitslosen Menschen hat sich gegenüber dem Vormonat nur minimal erhöht. Hauptgrund dafür waren das Schuljahresende und damit verbunden der Abschluss von schulischen und beruflichen Ausbildungen. Ebenso spielte das Auslaufen von befristeten Arbeitsverträgen zum Quartalsende eine Rolle.
Es wurden im Juli deutlich mehr Arbeitsstellen neu gemeldet als noch im Juni. Damit bestehen für junge Menschen nach dem Ausbildungsabschluss ebenso wieder Chancen auf eine neue Perspektive wie für Männer und Frauen, die aufgrund Corona ihren Arbeitsplatz verloren hatten. Die Agentur für Arbeit Kaiserslautern-Pirmasens zählte in der Westpfalz insgesamt 19.622 Arbeitslose. Das waren 178 bzw. 0,9 Prozent mehr als im Juni und 2.760 bzw. 16,4 Prozent mehr als im Juli des vergangenen Jahres.
Während die Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis der Grundsicherung leicht abgenommen hat, ist im Rechtskreis der Arbeitslosenversicherung wie in den Monaten seit März 2020 ein Anstieg zu verzeichnen.
Die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, lag damit wie in den beiden Vormonaten bei 6,9 Prozent und 0,9 Prozentpunkte über dem Wert des Vorjahresmonats.
Der Arbeitsmarkt erholt sich weiter. Es bleibt zu hoffen, dass die Menschen gerade in der Sommerzeit mit den Lockerungen gewissenhaft umgehen und so für die Gesundheit aller sorgen. Nur so kann eine zweite Welle mit einem weiteren Lock-Down verhindert werden und das Geschehen in den Unternehmen weiter Fahrt aufnehmen. Das ist Grundvoraussetzung für neue Chancen, die derzeit arbeitslos Gemeldete gerne wahrnehmen möchten“, sagt Peter Weißler, Leiter der Agentur für Arbeit Kaiserslautern-Pirmasens.
Dem Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit lagen im Juli insgesamt 4.281 Stellenangebote im Bestand vor. Das waren 74 mehr als im Juni und 804 weniger als im Juli des Jahres 2019.
Die im Juli 821 neu gemeldeten Stellen – 212 mehr als im Juni und 241 weniger als im Juli 2019 – machen deutlich, dass sich für Menschen auf der Suche nach der passenden Anstellung wieder Möglichkeiten ergeben und die westpfälzischen Unternehmen weiter auf der Suche nach der passenden Fachkraft sind. (ps)

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