– Leserbrief von Sabine Schäfer (Die Linke) –

Vor kurzem erreichte mich ein Brief, geschrieben von einer älteren Dame, wohnhaft Landstuhl-Atzel. Sie hatte sich wohl schon 2016 und 2018 an die Verbandsgemeinde Landstuhl bezüglich der fehlenden Einkaufsmöglichkeit auf der Atzel gewendet. Leider bekam sie darauf keine Antworten.

Aber sie spricht, besonders den älteren alleinstehenden Menschen aus der Seele, wenn sie sagt, dass es für die Menschen hier lebenswichtig ist, hier einkaufen zu können.

Ich zitiere „…handelt es sich um einen wahren Notstand, dem wir älteren und alleinstehenden Menschen ausgesetzt sind. Das Einkaufen per Bus oder PKW, und alles was damit zusammenhängt, ist für uns alte Leute mit so viel körperlichem Stress verbunden, dem wir auf Dauer nicht gewachsen sind. Somit ist eine frühere Umsiedlung in ein Altenheim vorprogrammiert. Der Markt war immer gut besucht und aus meiner Sicht kann ich sagen, dass ich dort, bis auf wenige Ausnahmen, meinen gesamten häuslichen Bedarf gedeckt habe. Das weiß ich auch von vielen Bekannten, die dort jeden Tag zu Fuß, teilweise mit Rollator, ihren Lebensmitteleinkauf getätigt haben. Jetzt haben wir keine Einkaufsmöglichkeit mehr und das ist eine Katastrophe…“

Diese Worte sagen genau das aus, was viele Menschen hier auf der Atzel denken. Hier geht es nicht alleine um einen Supermarkt. Hier geht es insbesondere um soziale Teilhabe. Man trifft sich im Markt, hält ein Schwätzchen, tauscht sich aus, lernt andere Menschen kennen und hört alle Neuigkeiten. Man möchte doch so lange wie möglich im Alter in seinen eigenen vier Wänden bleiben, aber dazu gehört sozialer Kontakt und Einkaufsmöglichkeit.

2019 war ein Markt auf der Atzel auch Thema der Kommunalwahl. Aber bisher hat sich wohl noch kein Investor gefunden, der auf der Atzel Potenzial sieht.

Ich hoffe, dass diese Zeilen auch jene erreichen, die eine positive Änderung der jetzigen Bedingungen herbeiführen könnten.

 

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