Der Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen Kaiserslautern trauert um Roland Vogt, dessen friedenspolitisches Engagement den Kreisverband mit geprägt hat.

Roland Vogt stand mit Petra Kelly für die Zusammenführung von Ökologie- und Friedensbewegung, eine für die Gründung der Grünen entscheidende Voraussetzung. Im Jahr 1979 führte er mit ihr die Liste der „Grünen als politische Vereinigung“ zur Europawahl.

Neben seinen vielen Aktivitäten im Umweltbereich, bzw. in der Antiatombewegung verstand sich der Pazifist als „Friedensarbeiter“. Dieses Engagement führte ihn in die Westpfalz, den Bereich mit der größten Militärkonzentration in Deutschland. Der Kreisverband der Grünen Kaiserslautern wählte ihn zur Bundestagswahl 1983 zum Direktkandidaten. Als Spitzenkandidat auf der Landesliste zog er dann als erster GRÜNER aus Rheinland-Pfalz in den Bundestag ein.

Von den Mitteln die ihm als Bundestagsabgeordneter zur Verfügung standen, finanzierte er ein Büro für „Regionale Konversion“ in Kaiserslautern. Er entwickelte ein Konzept, das auf die Bedürfnisse der Westpfalz zugeschnitten war und die zivile Umwandlung der weitgehend vom Militär abhängigen Region beinhaltete. Von der zweiten grünen Bundestagsfraktion – der Vogt nicht mehr angehörte – wurde das Projekt zu seinem und zu dem Bedauern des Kreisverbandes nicht mehr weiter finanziert. Ab 1991 konnte er dann seine Vorstellungen als Konversionsbeauftragter in der Brandenburgischen Landesregierung verwirklichen. Nach seinem Ruhestand im Jahr 2006 zog er zurück in seine Heimatstadt Bad Dürkheim und engagierte sich bis zuletzt auch in Friedensinitiativen in Kaiserslautern. Der Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen Kaiserslautern verliert mit ihm einen unermüdlich engagierten politischen Weggefährten und Freund.

Andreas Markus für den Kreisverband Bündnis 90/Die Grünen Kaiserslautern

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