– Deutsche Glasfaser GmbH plant Breitbandausbau –

Die Deutsche Glasfaser GmbH will in der Verbandsgemeinde Landstuhl den Breitbandausbau via modernster Glasfasertechnologie vorantreiben. Dazu fand am gestrigen Mittwochabend eine Online-Informationsveranstaltung statt, in der Rainer Merz, Mitarbeiter der Deutschen Glasfaser, für das Projekt warb, die Holding mit Sitz in Borken in Nordrhein-Westfalen vorstellte, und auf das Besondere am Ausbauverfahren des Unternehmens einging.
Anders als beim Vielerorts beispielsweise durch die Deutsche Telekom vorangetriebenem Ausbau des „Schnellen Internets“ über ein Glasfaser-Kupferkabel-Mischnetz setzt die Deutsche Glasfaser ganz auf das so genannte Fibre to the Home (FTTH)-Verfahren, was bedeutet, dass die Glasfaser-Stränge bis in die einzelnen Häuser hinein verlegt werden. „Wir verabschieden uns vom Kupfer-Zeitalter“, betone Merz in seinem Online-Vortrag. Dadurch falle der die Verbindungsgeschwindigkeit ausbremsende „Flaschenhals“ weg, also die letzten Meter von der Glasfaser-Übergabestation bis in die einzelnen Haushalte, für die beim konventionellen Verfahren in der Regel auf die aus Kupfer bestehenden Telefonleitungen zurück gegriffen werde, die seit dem vergangenen Jahrhundert im Boden liegen.
Die Vorteile für die Kunden beim FTTH-Verfahren lägen, so Merz, klar auf der Hand. Es könnten Übertragungsgeschwindigkeiten von 1000 und mehr Mbit/sec und damit ein vielfaches gegenüber dem Kupferkabel-Aubau erreicht werden, die Verbindungsraten blieben auch dann stabil, wenn „die gesamte Nachbarschaft gleichzeitig im Internet surft“, so Merz, die Störanfälligkeit sei gegenüber den Kupferkabel, die zum Teil schon seit Jahrzehnten in der Erde verlegt seien, deutlich geringer und letztlich benötige die Übertragung per Glasfaser deutlich weniger Energie als über Kupferkabel, die einen elektrischen Widerstand aufweisen.
Allerdings knüpft die Deutsche Glasfaser GmbH eine Voraussetzung an den Ausbau in den Dörfern und der Stadt, die zur Verbandsgemeinde Landstuhl gehören. In jeder Gemeinde müssen sich mindestes 40 Prozent der Haushalte für einen Vertragsabschluss mit der Deutschen Glasfaser entscheiden, damit das Unternehmen tätig wird. Stichtag ist der 24. Januar. An diesem Tag ende die Nachfragebündelung des Telekommunikationsunternehmens.
Individuelle Beratungstermine könnten ab sofort unter der Rufnummer 02861 8133 410 vereinbart werden. Zudem öffne am morgigen Freitag erstmals das Beratungsbüro der Deutschen Glasfaser in der Landstuhler Römerstraße 62 – 64. (Öffnungszeiten künftig montags, dienstags und freitags von 10 bis 13 Uhr sowie von 14 bis 18 Uhr). Termine könne man ebenfalls unter der zentralen Telefonnummer 02861 8133 410 vereinbaren. Außerdem schaltet das Unternehmen in den nächsten Tagen für jede Ortsgemeinde in der VG Landstuhl eine Homepage frei, auf der man unter anderem einsehen könne, wie viel Prozent der Haushalte sich bereits für einen Vertrag mit der Deutschen Glasfaser entscheiden haben. Für Landstuhl lautet die Adresse beispielsweise www.deutsche-glasfaser.de/landstuhl (für andere Ortsgemeinden hinter dem „/“-Zeichen den entsprechenden Ort eingeben).
Für Haushalte, die sich bis zum 24. Januar für einen Vertragsabschluss entschieden haben, wird der Hausanschluss von der Deutschen Glasfaser GmbH kostenlos eingerichtet, spätere Hausanschlüsse kosten, so Merz, mindestens 750 Euro. Außerdem gilt für die Kunden, die sich bis zum 24. Januar für einen Wechsel entscheiden, ein Jahr lang ein Sondertarif in Höhe von 24,99 Euro, egal für welche Verbindungsgeschwindigkeit diese sich entscheiden. Außerdem übernimmt das Unternehmen alle Formalitäten für den Wechsel vom momentanen Telefonanbieter zur Deutschen Glasfaser, die bisherige Telefonnummer könne auf Wunsch behalten werden.
Zur Art und Weise des Ausbaus erklärte Merz, dass sein Unternehmen die Verkabelung in allen Bereichen der Gemeinden vornehme, auch in den Seitenstraßen. Die Bauarbeiten erfolgten in der Regel auf minimal-invasive Art, die Glasfaser-Leitungen würden in der Regel in den Bürgersteigen verlegt, wobei die Tiefbauarbeiten auf das unbedingt notwendige Maß beschränkt blieben. „Wenn wir den Bürgersteig morgens öffnen, können wir ihn in der Regel nach am selben Abend wieder verschießen“, kündigte Merz an. Die Verbindungsleitungen in die einzelnen Häuser würden in der Regel per Spülbohrverfahren hergestellt, in den Vorgärten oder den Zufahrten würden keine Erdarbeiten stattfinden. Auch die Verkabelung innerhalb der Häuser bis hin zu einem leistungsstarken Router könnten von der Deutschen Glasfaser übernommen werden, außerdem habe man zwei lokale Unternehmen als Dienstleister für diese Arbeiten gewinnen können. (red)

Mehr Infos zum Unternehmen, den Tarifen und weiteren angeboten gibt es online auf der Seite www.deutsche-glasfaser.de sowie unter der Rufnummer 02861 8133410.

Foto: Pixabay

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