– Kita „Arche Noah“ denkt sich Aktionswanderweg aus –

Lust auf den Herbst“ machen will die Kindertagesstätte „Arche Noah“ in Landstuhl. Wie die Kita des Ökumenischen Gemeinschaftswerks Pfalz in einer E-Mail an das Westpfalz Journal mitteilte, haben sich die beiden integrativen Gruppen „Eulen“ und „Affen“ dazu einen Aktionswanderweg ausgedacht und mit bunten Schildern einen rund vier Kilometer langen Rundweg auf dem „Rothenborn“ markiert – speziell für Familien mit Kindern. Unterwegs können die kleinen und großen Rundwanderer an mehreren Stationen oder auf markierten Abschnitten des Wegs unterschiedliche Aufgaben bewältigen, die sich rund um die Themenfelder „Wald“ und „Bewegung“ drehen.
Johannes Krupp, Leiter der KiTa, wünscht „viel Spaß beim Wandern, Durchführen der Aktivitäten und beim Entdecken der Umgebung.“ Das Projekt kann noch bis zum 31. Oktober erkundet werden. Die Wander-Abteilung des Westpfalz Journals ist den bunten Schildchen am vergangenen Sonntagmorgen bei schönstem Herbstwetter gefolgt und hat entlang des Weges viel Schönes und Originelles aber leider auch etwas nicht ganz so Tolles entdeckt.
Beginn des Rundwegs ist auf dem Parkplatz an der Zufahrt des Ökumenischen Gemeinschaftswerks in der Langwiedener Straße 12 direkt hinter dem Kurt-Jung-Platz. Ab dort weisen an Bäumen und Büschen aufgehängte und laminierte Schilder mit einem Affen und einer Eule sowie einem Richtungspfeil den Weg. Die Schildchen befinden sich in regelmäßigen Abständen sowie an allen Kreuzungen entlang des rund vier Kilometer langen Rundwegs und machen ein Verlaufen (fast) unmöglich. Direkt an der Stelle, an der der Rundweg in den Wald eintaucht, weist zudem ein Schild darauf hin, dass die Herbstwanderer keinen Müll auf den Wegen und im Wald hinterlassen sollen.
Bereits nach wenigen Metern auf dem ersten Abschnitt des Waldwegs geht’s an die erste Aufgabe, die Wanderer werden aufgefordert, bunte Herbstblätter, Kastanien, kleine Stöckchen, Tannenzapfen und ähnliches zu sammeln, um damit ein Mandala zu legen. Einige schöne Beispiele, wie so etwas aussehen kann, findet man an der Stelle, wo der erste Wegesabschnitt auf die Trasse der Gasleitung trifft, der der Rundweg nach rechts folgt. Unterwegs gibt’s weitere Aufgaben, beispielsweise werden die Wanderer dazu aufgefordert, „Affen-Übungen“ zu machen und sich dabei fotografieren zu lassen, wenig später sind kleine Eulen zu zählen, die am Rand der breiten Trasse in den Bäumen versteckt sind, als drittes sollen mit Steinen kleine Türmchen am Wegesrand errichtet werden und schließlich soll mit einem Stöckchen der Name in den Sandboten geritzt werden. 
Nach rund einem Kilometer auf der Gastrasse und nachdem man die Hitzelberger Straße, die „hintere“ Zufahrt zum Medical-Center, überquert hat, erreicht man einen Aussichtspunkt, der einen eigentlich fantastischen Ausblick nach Norden auf das Autobahnkreuz und das Industriegebiet Westrich bietet. Weniger ansehnlich ist allerdings das direkte Umfeld des Aussichtspunkts und der dort aufgestellten Bank, denn Pappbecher, Fast-Food-Verpackungen, leere Flaschen und Ähnliches zeigen, dass der Punkt gerne von Leuten besucht wird, die sich einen Dreck um den Dreck kümmern, den sie in der Natur ablagern. Leider ist auch der auf den Aussichtspunkt folgende Abschnitt der Rundwanderung ziemlich verdreckt, wobei dieser mit seinen Sandsteinquadern und den gelegentlichen Ausblicken über die Westpfälzische Tiefebene eigentlich den schönsten Kilometer des gesamten Weges markiert. Später geht’s parallel zur Autobahn wieder in Richtung der Kita, doch zuvor müssen unter anderem noch einige Fragen beantwortet werden, die sich rund um das Thema Wald drehen.
Lässt man sich Zeit für den Weg und vor allem für alle Aufgaben, ist man schon gut und gerne drei bis vier Stunden im Wald bei Landstuhl unterwegs, weshalb man auf alle Fälle etwas zu trinken dabei haben sollte.
Der Weg führt nur ganz vereinzelt über matschige Abschnitte und ist für einen geländegängigen Kinderwagen (mit einem kräftigen Anschieber) durchaus zu bewältigen – auf alle Fälle macht er Lust auf den Herbst und zeigt recht eindringlich, warum man keinen Dreck im Wald liegen lassen soll. (red)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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