Gleich zwei Mal innerhalb weniger Tage sind Menschen in der Westpfalz auf Gauner hereingefallen, die angeblich mit so genannter Kryto-Währung handeln. In beiden Fällen wurden die Personen, die auf einen schnellen Gewinn hofften, um sechsstellige Geldsummen geprellt!
Im ersten Fall fiel ein 30-Jähriger auf unseriöse Geschäftemacher herein und verlor einen sechsstelligen Euro-Betrag. Wie der Mann bei der Polizei anzeigte, war er im Juni über eine Plattform in den Sozialen Medien von einer Frau angeschrieben worden, die ihm empfahl, in Krypto-Währungen zu investieren. Der 30-Jährige ließ sich bequatschen und lud sich eine spezielle App auf sein Handy. Dann lieh er sich Geld von Familie und Freunden, nahm auch einen Kredit auf und startete seine Investitionen.
Als er sich nach drei Monaten nun Geld ausbezahlen, beziehungsweise zurücktransferieren lassen wollte, war dies nicht möglich. Daraufhin wandte er sich an die Polizei. Vermutlich ist der 30-Jährige von Anlagebetrügern hereingelegt worden. Die Ermittlungen laufen.
Beim zweiten Fall hatte ein 51-Jähriger über einen Zeitraum von mehreren Wochen immer wieder über eine Handelsplattform online in Bitcoins investiert – insgesamt ebenfalls einen sechsstelligen Euro-Betrag. Ihm wurde versprochen, dass die erworbenen Bitcoins durch automatisierten Handel ihren Wert steigern würden.
Als der 51-Jährige eine erste Auszahlung beantragte, wurde er von den Betreibern der Plattform aufgefordert, zunächst weiteres Geld einzuzahlen, damit ihm sein vermeintlicher Gewinn ausbezahlt werden könne. Obwohl der Mann den Anweisungen folgte, erhielt er bis heute keine Auszahlung. Er entschloss sich deshalb, wegen Betrugsverdachts bei der Polizei Anzeige zu erstatten.
Ersten Ermittlungen zufolge ist davon auszugehen, dass mit dem investierten Geld zu keinem Zeitpunkt ein Handel stattgefunden hat, sondern dass die Plattform-Betreiber das Geld auf private Konten transferierten. Die weiteren Ermittlungen laufen.
Die Polizei rät: Beim Onlinehandel mit Krypto-Währungen ist Vorsicht geboten, denn es existieren zahlreiche unseriöse Plattformen. Insbesondere bei Anbietern, die hohe Gewinne in kurzer Zeit versprechen, sollten die Alarmglocken schrillen. Es kursiert auch sehr viel (gefälschte) Werbung – insbesondere in den Sozialen Medien – die mit den Fotos von Prominenten vorgaukelt, dass bekannte Stars das Angebot genutzt hätten und dadurch „noch reicher“ geworden seien.

Quelle: Polizeipräsidium Westpfalz‘
Foto: Pixabay

 

 

<- Zurück zur Übersicht