– Bodo Bach in der Stadthalle Landstuhl –

Der durch Radio und Fernsehen bekannte Comedian Bodo Bach aus Hessen gastierte in der ausverkauften Stadthalle.

Vorab stimmte Bach die Zuschauer mit kurzen Filmszenen nach Art von „Pleiten, Pech und Pannen“ über eine Beamer – Projektion auf das folgende Programm ein. Dann erst begrüßte der Comedian das Publikum.

Schon 2015 war er mit seinem Programm „Auf der Überholspur“ zu Gast in der Stadthalle, sodass die Zuschauer wussten, was sie erwartete. Die ersten Lacher gewinnt Bach mit seinem Philosophieren über die unterhaltsame Seite von Pech: „Arschloch sind mer schon alle – Alles ist komisch, schon gestern ist es andern passiert!“ Die Pechvögel hätten die „Kacke am Hacke“.

Nachdem er das Publikum auf sein Programm eingestimmt hatte, erzählt er von seinen Erlebnissen in der Markthalle des Möbelhauses bei IKEA wo es für ihn „…Scheißdreck im Sechserpack“ gebe. Samstags zum Einkauf im IKEA zu gehen ist „kein Pech, das ist Dummheit“. Ein Kalauer folgt auf den anderen. Das Publikum, das sich in gewisser Weise wiedererkennt, dankt es ihm mit Lachsalven.

Bach erwähnt, ein Freund sage über ihn, „…er sei nicht doof, habe nur „Pech beim Denken“ und leitet über zur modernen Kunst. Beim Besuch der Dokumenta stand er vor einer roten Installation, bis seine Frau Gerda eingegriffen habe mit den Worten: „Komm rein, das ist der Feuerlöscher!“ Er berichtet über eine Wanderung mit einem befreundeten Ehepaar über die Weinstraße, den „Jakobsweg der Zechbrüder“ und die Stimmung seiner „Publikümer“ schaukelt sich weiter hoch. Eine Lachnummer folgt der anderen. Der Comedian versteht es, mit Beobachtungsgabe, pointierten Formulierungen und Worten aus dem Volk sein Publikum zu begeistern. Ein Mann alleine bringt mit Wortwitz ohne jede Show einen ganzen Saal zwei Stunden lang zum Lachen.

Weiter geht es mit der Betrachtung einer Einladung bei einem esoterisch angehauchten Paar, die in einem Fiasko endet, denn Bach verdirbt sich an „Waldbrand uff Labbertoast und Kardamom – Tee“ den Magen. Seine „Lichtdusch’ ist im Eisschrank – sechs Flaschen eisgekühltes Pilsbier und ein Pfund Worscht“.

Auch das Glück kommt bei Bodo Bach nicht zu kurz. Er erklärt die Zusammenwirkung der Glückshormone und nachdem er festgestellt hat, dass Glückliche 7 – 10 Jahre länger leben, empflieht er „… den Ball flach halten, keine zu großen Erwartungen haben“. Schließlich bedeute Glück nicht „… Sechs aus 49, sondern Sex mit 49“.

Über den Besuch eines vegetarischen Gasthauses, den seine Frau bei einem Preisausschreiben der Zeitschrift „Wild und Hund“ gewonnen hat – zum Pech für den Fleischesser Bach-, stellt er schließlich Überlegungen über das Leben in seiner Jugend und heute an.

Sohn Rüdiger, der mangels Frau nicht für den ersehnten Enkel sorge, will er unterstützen. Er überlegt, wie er dessen Beziehungsstatus abhelfen könne. Aber Rüdiger sitzt nur vor dem Computer. „Das einzige, was der durchzieht, ist sein Mittagsschlaf“. Der enttäuschte Vater meint, dass in ein zwei Jahren wohl am Handy geheiratet werde. 9 Millionen Deutsche nutzen diverse Singlebörseportale, aber er als Best – Ager, Silver – Surfer und Midlife – Boomer sehe das mit Befremden.

Heute müsse man Kindern erklären, was eine Musikkassette sei, nämlich „ein I – Phone mit Salat“. Früher gab es zur Strafe Stubenarrest, heute sei das eine Belohnung. Helikoptereltern erziehen heute.

Bodo Bach bezeichnet sich dagegen als „U-Boot – Babba“. Außerdem könne man heute mit einem Glas Milch und einer Erdnuss ein ganzes Justin Bieber Konzert lahmlegen. Mit einem Rückblick auf das Fernsehprogramm seiner Jugend, wo „Bonanza“ die Lieblingsserie schlechthin war, beendet Bodo Bach sein Programm, einer ständigen Attacke auf die Lachmuskeln der Zuschauer.

Für den anhaltenden Beifall dankt er mit einer Zugabe.

von Michaela Hoffmann

 

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