Ab Montag, 2. November, gelten in Deutschland wieder strenge Corona-Regeln. Zunächst befristet bis auf Ende November müssen ab Anfang kommender Woche Freizeiteinrichtungen und die Gastronomie geschlossen bleiben, Treffen in der Öffentlichkeit sind nur noch bis maximal zehn Personen möglich, Veranstaltungen, die der Unterhaltung dienen, sind bis mindestens Ende November weitestgehend abgesagt und auch der Profi-Fußball findet wieder hinter verschlossenen Stadion-Toren statt.
Verboten ist ab Montag ebenfalls – wie bereits beim ersten Lockdown im Frühjahr – der gesamte Freizeit- und Amateursport. Das Westpfalz-Journal sprach mit Bodo Hoffmann, hauptamtlicher Trainer bei Sport Plus, darüber, wie der Verein die zweite zwangsweise Unterbrechung seiner sportlichen Aktivitäten binnen eines Jahres meistern will „Als sich in der vergangenen Woche anbahnte, dass die Landkreise Kaiserslautern und Kusel, also dort wo unsere Trainingsorte sind, Corona bedingt in die ,Rote Warnstufe‘ rutschen und deshalb Kontaktsport nur noch mit maximal fünf Personen möglich ist, haben wir sofort reagiert und unser Sportangebot entsprechend angepasst. Bis Ende dieser Woche werden wir unsere Sportkurse nach diesen Regeln durchführen – in Kleingruppen mit maximal fünf Teilnehmern, mehr als ausreichendem Abstand zueinander und mit einem dezidierten Hygienekonzept. Bei unserem sportlichen Angebot infiziert sich keiner. Gestern Abend sind wir nun wie wohl alle anderen Sportvereine in Deutschland auch von den verschärften Regeln und dem Quasi-Lockdown vor vollendete Tatsachen gestellt worden“, sagt Bodo Hoffmann.
Allerdings bedeuten die verschärften Corona-Regelungen für die rund 280 aktiven Sportler bei Sport Plus keine Zwangspause für die kommenden vier Wochen. „Wir werden ab Montag, 2. November, unser Trainingsangebot wieder komplett auf Online umstellen“, kündigt Hoffmann an. Zurückgreifen könne man dabei zum einen auf die Erfahrungen, die man beim ersten Lockdown gemacht hatte, in dem Sport Plus als einer der ersten Vereine in der Westpfalz sein komplettes Kursangebot auf Online-Übungsstunden umstellte. Zum anderen habe man im Frühjahr spezielle Trainingspläne entwickelt, um Online-Kurse für alle Sparten des umtriebigen Vereins anbieten zu können, angefangen vom so genannten Piepsi-Sport für die jüngsten Aktiven des Vereins, die gerade einmal zwei, drei Jahre alt sind, über Kurse für Judoka und Basketballer bis hin zu einem Live-Streaming-Angebot für die Teilnehmer der Herzsport-Gruppen. Ja, selbst ein Online-Angebot für die Schwimmkurse für den Verein wurde im Frühjahr angeboten und soll auch wieder ab Montag stattfinden.
Profitieren kann der Verein bei der Umstellung vom Hallen auf den Online-Sport auch auf umfangreiche Kontaktlisten und Verlinkungen, die man beim ersten Lockdown aufgestellt und die seitdem akribisch gepflegt habe. „Wir können mit nahezu allen unseren aktiven Mitgliedern über „WhatsApp“ Kontakt aufnehmen, was die Kommunikation gerade bei solch eingreifenden Umstellungen deutlich erleichtert“, betont Hoffmann. Über WhatsApp und vorzugsweise über Skype finden ab dem kommenden Montag auch wieder die Online-Übungsstunden bei Sport Plus statt. „Spätestens über das Wochenende bekommen alle eine Skype-Einladung oder eine Nachricht auf ihr Handy, so dass wir direkt loslegen können“, sagt Hoffmann.
Durchweg positiv waren die Erfahrungen, die man mit dem Online-Angebot während des ersten Lockdowns gemacht hatte. „Die meisten haben sich darüber gefreut, dass online etwas angeboten wurde, wir hoffen natürlich darauf, dass auch jetzt die Solidarität im Verein so groß ist, wie sie im Frühjahr war und uns alle die Treue halten“, so Bodo Hoffmann. (red)  

 

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