– Gemütliche Runde um den Hammerwoog bei Kaiserslautern –
Drei so genannte „Leichte (Wander)-Wege“ gibt es mittlerweile in Kaiserslautern. Zurück geht die Einrichtung auf eine Initiative der städtischen Senioren- und Behindertenbeiräte in Zusammenarbeit mit dem Tourismusbüro und der Bewegungsmanagerin der Stadt, mit dem Ziel, eine barrierearme Wanderstrecke im Wald auszuweisen. Bei den Leichten Wegen handelt es sich immer um Rundwanderwege, die sich speziell an ältere oder gehbehinderte Mitmenschen, an Familien mit Kindern sowie an Jogger und Nordic-Walker richten, die in diese Sportarten behutsam einsteigen wollen – oder an Menschen, die auf ebenen und gut zu gehenden Wegen, die zudem in engen Abständen Rastmöglichkeiten aufweisen, einen gemütlichen Spaziergang unternehmen wollen.
Einer dieser Leichten Wege befindet sich im Westen der Stadt und führt in das Naherholungsgebiet Blechhammer. Da der Autor dieser Zeilen bekanntermaßen einen Hang zu gemütlichen Rundwanderwegen hat, zog er an einem ziemlich trüben Sonntagvormittag im Winter los, um den Hammerwoog zu umrunden. Start und Ziel zu dem rund 3,6 Kilometer langen Rundweg ist auf dem Waldparkplatz in der Vogelwoogstraße. Dort verweist ein Hinweisschild auf den Leichten Weg und erläutert kurz, wer und was hinter der Initiative steht.
Vom Parkplatz geht’s zunächst in Richtung Vogelwoog und zum Kunstcafé, wo der eigentliche Rundweg beginnt. Wir wählen den Weg im Uhrzeigersinn, und am Spielplatz und der Rückfront des Cafés vorbei geht es zunächst in leicht nordöstlicher Richtung, wobei man nach wenigen Metern auf die erste Sitzbank trifft, die im Rahmen des Projekts installiert wurde. Insgesamt sechs Bänke hat man entlang des Rundwanderweg aufgestellt, die die gefühlte Bankdichte zusammen mit den bereits bestehenden Ruhebänken auf das Niveau eines englischen Parks heben, leider lädt das Wetter aktuell nicht wirklich zum Platznehmen ein.
Unbeeindruckt von der Witterung – und den zahlreichen Spaziergängern, Nordic Walkern und Joggern, die in den Frühstunden eines Sonntags bereits sehr zahlreich unterwegs sind, zeigt sich die Vogelwelt auf dem Hammerweiher, den man alsbald erreicht. Neben den obligatorischen Enten bekommen wir einen Reiher und gleich mehrere Kormorane zu sehen, die sich anscheinend ihr Sonntagsfrühstück aus dem Weiher fischen wollen.
Unmittelbar vor den Hammerweiher führt ein Steg über eine Brücke auf die andere Seite des Tals und bietet die Möglichkeit, den Rundweg um etwa die Hälfte zu verkürzen. Wir folgen der überaus guten Beschilderung „Leichte Wege“ weiter bis zum Hotel Blechhammer, wo wir uns nach ziemlich genau der Hälfte des Weges auf den Rückweg begeben. Während der Weg auf der Nordseite sehr gut ausgebaut ist und über weite Strecken mit einem feinen, angenehm zu begehenden Split versehen ist, hat die Strecke auf der Südseite des Hammerweihers eindeutig mehr den Charakter eines Waldwegs, der stellenweise auch mal etwas moderig und matschig sein kann, so dass man nicht nur bei der aktuell feuchten Witterung vernünftiges Schuhwerk tragen sollte, auch auf leichten Wegen.
Positiv anzumerken ist neben den zahlreichen Ruhebänken die gleich zwei Einkehrmöglichkeiten an den Scheitelpunkten des Rundwanderwegs.
Unleugbar ist jedoch die Nähe zur Autobahn 6, deren Geräuschkulisse auch an einem Sonntagvormittag stets präsent ist und daran erinnert, dass man zwar auf einem leichten, nicht aber auf einem leisen Weg unterwegs ist. (von Jürgen Link)









































