– Unterwegs auf dem Waldforscherpfad bei Otterbach –

Unser heutiger Ausflugstipp richtet sich sowohl an kleine als auch große Naturforscher und ist besonders geeignet für Familien mit Kindern im Grundschulalter: Der Waldforscherpfad bei Otterbach. Der Rundweg hat eine Länge von rund vier Kilometern, wenn man sich an den einzelnen Stationen etwas verweilt und die Hinweisschilder gründlich studiert, sollte man für den gesamten Rundweg rund zwei Stunden Zeit in Anspruch nehmen.
Startpunkt ist auf dem Wanderparkplatz vor der Grillhütte in Otterbach. Den Parkplatz erreicht man in Verlängerung des Reichenbacher Wegs – immer der Beschilderung zum Waldhaus „Im Himmelreich“ folgen. Die Hütte wird vom Pfälzerwaldverein Otterbach bewirtschaftet und lädt zur Einkehr ein, wenn man nach dem Rundweg Hunger und Durst hat. Öffnungszeiten sowie das tagesaktuelle Stammessen findet man online auf www.steinis-waldhaus.de.

Vom Parkplatz aus geht es zunächst in Richtung des Waldhauses, der „Eingang“ zum Waldforscherpfad ist nicht zu übersehen. Auf einer Hinweistafel erfährt man zunächst Wissenswertes über den Pfad und die damit verbundenen Intentionen, eine kleine Landkarte zeigt, wo sich die insgesamt elf Hinweistafeln befindet. Maskottchen ist das Eichhörnchen Richi, das im weiteren Verlauf des Pfades den Weg weist – wobei die Beschilderung geradezu vorbildlich ist und an keiner Stelle des Rundkurses Zweifel aufkommen, welchem Pfad man folgen muss.

Nach einem kleinen Anstieg und einem Hinweis, wie man sich vor Zecken schützen kann, ist die erste Ertappe des Waldforscherpfads als Barfußpfad ausgelegt, der sich derzeit allerdings unter einen dichten Laubschicht verbirgt, wobei der Barfußpfad aufgrund der aktuellen Temperaturen ohnehin eher weniger nachgefragt werden dürfte.
Auf dem ersten Kilometer des Pfads dreht sich vieles um Bäume und andere Pflanzen, die normalerweise im Wald wachsen, außerdem erklärte eine spezielle Tafel den Wandel der Waldnutzung im Laufe der zurückliegenden Jahrhunderte im allgemeinen und die lokale Geschichte der Waldgemarkung „Im Himmelreich“ im besonderen. Die folgenden Hinweistafeln beschäftigen sich mit den Tieren im Wald, wobei besonders auf Buntspecht und Ameise eingegangen wird, wohl, weil man diese Tiere im Sommer gut beobachten kann. Gewissermaßen in der Mitte des Waldforscherpfads wurde ein „wildes Klassenzimmer“ angelegt, das an Bänken und Tischen Platz für rund 30 Kinder bietet, und mit einer Tafel, einem Waldxylophon, und einer Schutzhütte ausgerüstet ist.

Das Besondere am Waldforscherpfad ist unter anderem, dass der Weg tatsächlich über einen gewundenen Pfad Quer durch den Wald führt und vorhandene Wirtschaftswege bis auf einen kleineren Abschnitt vollständig vermeidet. Deshalb ist der Rundkurs selbst für ausgesprochen geländegängige Kinderwagen nur bedingt geeignet, hat aber den großen Vorteil, selbst bei nasser Witterung gut und nahezu matschfrei begehbar zu sein – und vermittelt nebenher noch allerhand Wissen rund um den Wald und die Tiere, die darin leben.
Ein echter Geheimtipp also, wenn man bei dem aktuellen Schmuddelwetter mal für einige Stunden an die frische Luft will. (red)

Mehr auf www.pfalz.de/de/route/otterbach-waldforscherpfad-im-himmelreich

 

<- Zurück zur Übersicht