– Stellungnahme der Bündnisgrünen im Lauterer Stadtrat –

In der jüngsten Sitzung des Lautrer Stadtrats wurde thematisiert, wie das Angebot der Eisbahn 2024/25 gestaltet werden soll. Konkret stehen momentan zwei Szenarien zur Debatte: Die Eisbahn wird wie vergangenes Jahr von einem privaten Anbieter auf dem Messeplatz oder von der Stadt selbst in der Gartenschau – mit der Lebenshilfe als Partner – organisiert. Da noch nicht ausreichend Informationen vorliegen, wurde die Debatte in den Sport- und den Jugendhilfeausschuss vertagt.
Die Vorlage der Verwaltung präferierte eindeutig, die Eisbahn mit einem 5-Jahres-Vertrag in die Hände des privaten Investors zu geben. Dieser betrieb die Eisbahn bereits im letzten Jahr auf dem Messeplatz. Nicht ohne einige Nachteile: Zunächst beschränkte sich die Laufzeit auf zwei Monate, im Gegensatz zu drei in der Gartenschau; es standen nur 450 m² statt 800 m² zur Verfügung und die Preise fielen doppelt so hoch aus. Der Verzehr stand im Vordergrund.
Die angebliche Kosteneinsparung durch eine Vergabe an einen privaten Investor bleibt auch fragwürdig. Da die Pacht der Halle in der Gartenschau einer außerordentlichen Kündigung bedarf, würde die Lebenshilfe als Betreiberin voraussichtlich eine Kompensation erhalten. Dies muss zunächst genauer mit der Lebenshilfe geklärt werden. Die Vollkostenrechnungen für beide Szenarien beinhalten aktuell etwa einen Zuschuss von 120.000 € für die Eisbahn in der Gartenschau aus öffentlichen Mitteln.
Wir plädieren hier deutlich dafür, erst mit allen Akteuren, wie bspw. der Lebenshilfe, dem Elternausschuss und dem Jugendparlament, im Vorhinein über die Zukunft der Eisbahn zu sprechen. Die Angebotsqualität der Gartenschau muss unseres Erachtens nach mindestens aufrechterhalten werden“, meint der stellvertretender Grünen-Fraktionsvorsitzender Michael Kunte dazu. „Die Eisbahn hat in der Gartenschau überregional Familien, Jugendliche und Schulklassen angelockt. Das wollen wir auch weiter allen ohne große finanzielle Hürden anbieten. Wir vertrauen darauf, dass im Sportausschuss zusammen mit dem Jugendhilfeausschuss eine Lösung gefunden wird, welche alle Interessen berücksichtigt.“

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