„Wie im Fernsehen“ dachte ich, als ich die Woche am Baumarkt in Landstuhl draußen anstehen musste. Eigentlich gibt es bei den auf ein Minimum reduzierten Einkäufen in den verschiedenen Geschäften immer wieder etwas Neues „zu entdecken“. Waren es am Anfang der Coronakrise die leergekauften Klopapierregale, kamen Hinweisschilder dazu, dass man doch bitte nicht „hamstern“ möge, es kamen Klebestreifen im Kassenbereich auf den Fußböden dazu, an denen man warten soll. Dann kamen die Plexiglasscheiben direkt an den Kassen, um das Kassenpersonal zu schützen und es wird um Kartenzahlung gebeten.
Trauriger Höhepunkt für mich persönlich war vergangene Woche beim Baumarkt in Landstuhl:
dort standen zwei Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes, um die Anzahl der Kunden zu kontrollieren. Dass sich der Baumarkt dieser Hilfe bedient, ist verständlich. Aber diese beiden waren wirklich abschreckend: nicht nur schwarz angezogen, sondern auch so, dass man ihre Tätowierungen sah, Sonnenbrille, Pferdeschwanz und angeberisches Gehabe. Zwei Djangos, die mir den Einkauf zusätzlich vermiesten.
Jetzt also draußen Schlange stehen. Aber es hat sich gelohnt: im Baumarkt selber verteilten sich die Kunden und ich konnte in Ruhe ohne große Ausweichmanöver mein Material suchen.
Und: es stand zwar immer noch ein Wachmann draußen, aber einer, der sich nicht aufspielte und einfach nur freundlich war.

von Rebekka Haase

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