In der öffentlichen Sitzung des Werkausschusses der Stadthalle Landstuhl am vergangenen Dienstag haben CDU und Freie Wähler ihre Konzepte für den Neubetrieb der Stadthalle vorgestellt. Zunächst haben Vertreter der DEKRA und der Unfallkasse Herr Jäger und Herr Schulte Kurzreferate über Gefährdungsbeurteilung, Betriebseinweisung, Verantwortung und Haftung gehalten. Für Interessierte stellten sie eine Broschüre zur Verfügung.
Danach hat Franz Wosnitza, der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler, seine Vorschläge für den Neubetrieb der Stadthalle Landstuhl vorgestellt. Wie bereits berichtet hat der Stadtrat beschlossen, den Eigenbetrieb der Stadthalle zum 31. Dezember dieses Jahres einzustellen.

Wosnitza verlas zunächst eine Geschichte über eine Familie, die ein Auto gekauft hat. Anhand dieser Geschichte erläuterte er später seine Vorschläge und die Probleme im Stadthallenbetrieb. Die wesentlichen Punkte seiner Vorschläge sind die Errichtung eines Kulturbüros mit Sitz in der Verwaltung mit der Besetzung eines Citymanagers, der im Veranstaltungswesen besondere Fachkenntnisse ausweist. Das Gebäude der Stadthalle soll in Zukunft ebenso wie die Finanzen von der Verwaltung der Stadt Landstuhl mitbetreut werden. Wosnitza wies darauf hin, dass die meisten Veranstalter ihre Technik für die Ausrichtung einer Veranstaltung selbst mitbringen. Zur Durchführung der Pfälzer Komödie und des Kindertheaters soll ein Verein mit ehrenamtlichen Helfern gegründet werden. Wosnitza schlug weiterhin vor, die Bücherei in der Stadthalle unterzubringen, ebenso soll im Nebenraum ein Seniorenessen angeboten werden. Die Rechtsform für das Kulturbüro solle noch geklärt werden, infrage käme eine GmbH, ein Verein oder die Angliederung an die Stadtwerke. Wosnitza rief am Ende seines Vortrages dazu auf, seine Vorschläge als Grundlage zum Nachdenken und zum Diskutieren zu sehen. Das gesamte und detaillierte Konzept der Freien Wähler finden Sie als PDF-Datei am Abschluss dieses Berichtes.


Anschließend stellte Gerhard Malinowski das Konzept der CDU vor: Zunächst ging er auf die Historie der Bemühungen um ein neues Stadthallenkonzept ein und wies darauf hin, dass sich in der jüngsten Vergangenheit bereits eine Unternehmungsberatungsfirma mit der Stadthalle beschäftigt habe. Malinowski möchte in erster Linie auf eingekaufte Veranstaltungen verzichten, Künstler sollen auf eigene Rechnung und Gewinn Veranstaltungen anbieten. Pfälzer Komödie und Kindertheater sollen nach einer Übergangszeit von zwei Jahren von einem noch zu gründenden Verein übernommen werden. Durch die Auflösung des Eigenbetriebes erhofft sich Malinowski erhebliche Einsparungen beim Personal, die er mit einem Betrag von zirka 270.000 Euro bezifferte. Das Catering soll in Zukunft von stadtansässigen Restaurationsbetrieben beziehungsweise durch den jetzigen Mieter der Gaststätte der Stadthalle übernommen werden. Für die Koordinierung und Mitorganisation der Veranstaltung sowie das Führen eines Belegungsplanes schlägt Malinowski die Beschäftigung eines City-/ Eventmanagers beziehungsweise die Beauftragung einer Eventagentur vor. Letztlich sollen Mehreinnahmen durch Einstieg in das Stadtsponsoring erzielt werden. Das Konzept der CDU im Detail finden Sie als PDF-Datei am Abschluss dieses Berichtes.

Die SPD verzichtete auf die Vorstellung eines eigenen Konzeptes, Stefan Frosch, Mitglied der SPD Stadtratsfraktion, wies jedoch darauf hin, dass nach Beendigung des Eigenbetriebes sich die SPD die Angliederung der Stadthalle an die Stadtwerke vorstellen könne. Ansonsten schließe sich die SPD dem von der Geschäftsführerin der Stadthalle Landstuhl Frau Bernheine erarbeiteten Konzeptes an. Dieses Konzept lag bei Redaktionsschluss nicht vor, es soll jedoch umgehend nachgereicht werden.

Beigeordneter Rickart schloss die Veranstaltung für den immer noch erkrankten Bürgermeister Hersina und wies darauf hin, dass bereits am kommenden Dienstag, 29. September, die vorgestellten Konzepte öffentlich diskutiert werden.

Von Wolfgang Feth

 

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