Anmerkungen von Wolfgang Feth

Anlässlich einer Fernsehsendung über E-Autos als mögliche Umweltsünder möchte ich nachfolgende Anmerkungen machen:
Vom Prinzip her ist das E-Auto eine technische Meisterleistung: Das E-Auto verursacht keinen Lärm und keine Abgase. Es fährt mit Strom, der im Idealfall von der Sonne produziert und in Batterien zwischengespeichert werden kann. Das E-Auto ist somit ein Fahrzeug, dass beim Betrieb keine Umweltschäden hervorruft.
Anders sieht es natürlich bei der Herstellung des Autos, der Photovoltaikanlage und der Batterie aus. Hier werden Materialien verwendet, bei deren Gewinnung sicherlich gegen Umweltstandards verstoßen wird. Außerdem stellt sich die Frage, ob überhaupt genügend für die Herstellung eines E-Autos erforderlichen Rohstoffe vorhanden sind, um den rasant wachsenden Bedarf an E-Autos zu decken.
Sowohl die natürliche Begrenztheit der Materialien für ein E-Auto als auch der gegenwertige Verstoß gegen Umweltstandards bei der Gewinnung ändern nichts daran, dass das E-Auto ein Wunderwerk der Technik und damit ein Fortbewegungsmittel der Zukunft ist.
Damit jedoch die Zukunftsfähigkeit der E-Autos nicht beschädigt wird, müssen die Gesetzgeber bei der Herstellung der E-Autos aktiv werden:
Bei der Herstellung von E-Autos dürfen nur die Materialien verwendet werden, bei denen bei der Gewinnung die höchsten Umweltstandards eingehalten werden. Nachweispflichtig sind hierbei die Autohersteller und zwar vor Beginn der Produktion.
Der Preis für die zur Herstellung eines E-Autos erforderlichen Materialien muss so angepasst werden, dass ein Großteil der Weltbevölkerung einen Nutzen daraus ziehen kann.
Ungeachtet dessen bedarf es, damit das E-Auto ein voller Erfolg wird, zweier weiterer Schritte: Die Ingenieure müssen ab sofort daran arbeiten, dass die Recyclingquote für ein E-Auto bis auf 100 Prozent steigt. Hierfür bedarf es eines Gesetzes, dass dies innerhalb der nächsten zehn Jahre regelt. In zehn Jahren müssten die Ingenieure soweit sein, dass ein E-Auto vollkommen recycelt wird, sodass die wertvoll verbauten Materialien immer wieder verwendet werden können.
Ein weiterer unverzichtbarer Schritt ist die Überdenkung des Ausmaßes des Individualverkehrs. Insoweit bedarf es eines gesellschaftlichen Umdenkens, basierend insgesamt auf der Erkenntnis, dass wir nur das verbrauchen können, was die Erde hergibt. Ein über die Verhältnisse leben wie in den vergangenen Jahrzehnten darf es in Zukunft nicht mehr geben.
Das E-Auto hat eine wunderbare Zukunft, vorausgesetzt wir lösen von Anfang an alle mit der Herstellung eines E-Autos anfallenden Probleme.

Foto: Pixabay

 

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