-Lesung der Autorin Heike Abidi in der Stadthalle Landstuhl-

Heike Abidi stellte ihren neuen Roman „Ich dachte Älterwerden dauert länger“ ihrem Publikum in der Stadthalle Landstuhl im Rahmen der „Schön gehört“ – Reihe vor.

Die Autorin arbeitet nicht nur als Schriftstellerin, sondern auch als Werbetexterin. Mit ihrem unverkennbaren Humor und einer Prise Ironie gibt sie in dem Roman zusammen mit ihrer Co – Autorin Lucinde Hutzenlaub einen Erfahrungsbericht über das Älterwerden ab.

Zu Beginn der Veranstaltung erwähnte sie mit einem Augenzwinkern, dass man von dieser Lesung nichts Tiefgründiges erwarten sollte. Zunächst gab sie einen Überblick über die Faktoren des Alterns. Das Spiegelbild verändert sich, man bekommt Kinder und sieht sie aufwachsen. Das Leben erscheint einem wie ein Hamsterrad, bei dem man sich sehnlichst wünscht, endlich die Rente zu erreichen und die immer voranschreitende, dahinfliegende Zeit macht es kaum möglich, die ganzen Termine zu erledigen, die man abhaken sollte. Außerdem macht sich immer mehr ein schwächelndes Oberstübchen bemerkbar, was das Leben erschwert. Ihr Kommentar „Nobody is perfect“ beschreibt ihre Meinung zu dem Thema sehr passend. Dennoch stellt die Autorin fest, dass das Alter ja nur aus Zahlen besteht und man sich nicht so alt fühlen muss, wie man eigentlich ist.

Die Idee zu diesem Roman entstand durch den 50. Geburtstag von Lucinde Hutzenlaubs Ehemann. Anlässlich seines Geburtstags wollte Lucinde eine Rede schreiben und suchte sich Hilfe bei einer Person, die die 50 Lebensjahre schon erreicht hatte. Durch den gemeinsamen DeLia – Verlag kannten sich die beiden Autorinnen schon im Voraus. Bald war klar, dass sie ihre Gedanken in einem Buch gemeinsam veröffentlichen möchten.

Ein weiteres Thema des Buches ist die ansteigende Emotionalität im Alter. Früher hätte sich Heike Abidi nicht als „Heulsuse“ bezeichnet, doch nach langem hin und her ließ sie die inneren Widerstände fallen und wurde mitfühlender. Da sie sogar bei Werbespots, wie z. B. der Pampers – Werbung weinen muss, fühlt sie sich dem Club der „Ü – 50 – Heulsusen“ zugehörig.

In den Pausen ihrer kurzen Textpassagen, die sie aus ihrem Buch vorliest, erzählt sie von der Erfahrung mit einer Person ein Buch gemeinsam zu schreiben. Vorteilhaft empfindet sie, dass sie nur noch die Hälfte der Seiten füllen muss, sich über den Inhalt austauschen kann und durch eine andere Person Tipps bekommen kann.

Alles in allem war die Lesung mit der Autorin Heike Abidi eine kurzweilige Veranstaltung in gemütlicher Atmosphäre im Foyer der Stadthalle Landstuhl und auf jeden Fall einen Besuch wert.

von Clara Hoffmann

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