Kaiserslautern-Pirmasens. „Für die gesamte Westpfalz liegen uns zahlreiche Anzeigen über Kurzarbeit in Unternehmen vor. Tendenz deutlich steigend. Wir tragen in diesem Bereich eine enorme Mitverantwortung dafür, dass die Wirtschaft die Folgen der Pandemie gut meistern kann. Betriebe und mit ihnen viele Arbeitnehmer verlassen sich darauf, dass wir mit unseren Möglichkeiten in dieser Ausnahmesituation schnell und zuverlässig helfen.“, sagt Peter Weißler, Leiter der Agentur für Arbeit Kaiserslautern-Pirmasens.
Die Gesamtlage stellt die Agentur für Arbeit ebenso vor Herausforderungen wie die Jobcenter, die alle derzeit für persönliche Vorsprachen geschlossen sind. „Unsere Mitarbeiter bedienen aktuell verstärkt die Online-Kanäle und stehen unter den im Internetangebot unter www.arbeitsagentur.de veröffentlichten und über die Dienststellensuche zu findenden Sonderrufnummern täglich von 8 bis 18 Uhr zur Klärung der verschiedensten Anliegen zur Verfügung.“, beschreibt Weißler die derzeitige Arbeitsweise.
Agentur für Arbeit und Jobcenters eien mit ihren Dienststellen in der Westpfalz wesentliche Teile der öffentlichen Daseinsvorsorge. Sie tragen mit ihrer Arbeit unmittelbar zur Funktionsfähigkeit des Sozialstaats bei: Viele Menschen, ob im Leistungsbezug von Grundsicherung oder Arbeitslosengeld I, sind schon bislang auf die Leistungsgewährung angewiesen.
„Agentur für Arbeit und Jobcenter tun alles dafür, Leistungen weiterhin pünktlich und zuverlässig zu erbringen und wollen damit in hohem Maße zum sozialen Frieden beitragen.“, stellt Peter Weißler, Leiter der Agentur für Arbeit Kaiserslautern-Pirmasens vorweg.
Hinzu kommt die Verantwortung der Agentur für Arbeit gegenüber den Arbeitgebern: Immer mehr Betriebe spüren wirtschaftlich die Folgen von Corona. Mehr und mehr informieren diese sich nach den Voraussetzungen für das Kurzarbeitergeld und zeigen die Kurzarbeit auch an. Die gesetzlichen Erleichterungen haben dies wie erwartet verstärkt.
Aufgrund der aktuellen Situation rückt die Arbeitsmarktberichterstattung auf der einen Seite zunächst in den Hintergrund. Auf der anderen Seite bilden die Zahlen für den Monat März keinesfalls die aktuelle Lage am westpfälzischen Arbeitsmarkt ab, da der Stichtag zur Monatsmitte lag und die Corona-Krise in Deutschland erst Fahrt aufgenommen hat.
Mit dem Blick auf die Situation in den Unternehmen macht die nun aktuell vorliegende Zahl der 168.782 sozialversicherungspflichtig beschäftigten Frauen und Männer in der Westpfalz im September 2019 – neuer historischer Höchststand – eines umso mehr deutlich: Das Kurzarbeitergeld wird ähnlich wie in der Wirtschaftskrise eine bedeutende Rolle einnehmen.
„Unternehmen sollten sich, sofern noch nicht bereits erfolgt, über die Online-Angebote der Agentur für Arbeit unter www.arbeitsagentur.de über die Möglichkeiten und Voraussetzungen erkundigen und rechtzeitig Antragstellungen vornehmen. Kurzarbeitergeld wird das wesentliche Element zur Sicherung der Beschäftigung während der Corona-Krise sein.“, sagt Weißler.
Im März zählten Agentur für Arbeit und Jobcenter 16.516 arbeitslose Menschen. Das waren mit bis zur Monatsmitte aufgrund der üblichen Frühjahrsbelebung 446 bzw. 2,6 Prozent weniger als im Februar und 292 bzw. 1,8 Prozent mehr als vor einem Jahr.
Die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, lag bei 5,8 Prozent und damit exakt auf dem Niveau des Vorjahresmonats. Gegenüber dem Februar ist sie um 0,2 Prozentpunkte gesunken.

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