– Im Gespräch mit Helmut Engelhardt –

Der Saxophonist Helmut Engelhardt aus Kaiserslautern hat eine Schaffenspause eingelegt. Sein Engagement im Luther Club in Kaiserslautern hat er beendet, nun ist er auf der Ausschau nach Neuem. Dreieinhalb Jahre hat sein Engagement im Luther gedauert. Er hatte nicht nur die künstlerische Leitung der Jazznight inne, sondern stand dort regelmäßig selbst auf der Bühne.
Die Ursprünge der Jazznight reichen bis ins Jahr 2003 zurück, als der Westpfälzer Ausnahmemusiker eine Jazzreihe in Kaiserslautern auf die Beine gestellt, den Wednesday-Night JazzClub. Dieser fand in verschiedenen Loctions statt bevor die Reihe vor drei Jahren in den Luther Club gelegt wurde.
Jetzt ist er auf der Suche nach neuen Ufern. Mit einigen Kollegen ist er schon in Kontakt und in der Planung. 60 Jahre ist Engelhardt letztes Jahr geworden, also Zeit, nur noch Dinge zu tun, die ihm entsprechen, wo er seine künstlerische Neigung voll entfalten kann. Es gibt eigentlich keinen musikalischen Bereich, den Engelhardt nicht abdeckt. Seien es Theaterproduktionen, Orchestermusik, Solo-Auftritte, alles hat Helmut Engelhardt schon gemacht und dabei mit Bravour gemeistert.
Dabei ist der weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Musiker sich für nichts zu schade: In der Vorweihnachtszeit ist er mit seinen Schülern mit Nikolausmütze schon durch die Stadt gezogen und hat Weihnachtslieder präsentiert. Bei einer kulinarischen Veranstaltung im vergangenen Jahr ist er mit seinem Stammensemble „Present Art Collection“ durch Kaiserslautern getingelt und hat für Unterhaltung gesorgt. Alle Jahre spielt er in Trippstadt, seinem Geburtsort, zum Neujahrsempfang, wo immer mächtig was los ist.
Neulich gar war er in Sachen Musikhistorie unterwegs. Was den wenigsten bekannt sein dürfte, die Gründer des weltbekannten Nähmaschinenwerkes Pfaff, die Gebrüder Pfaff, waren zuerst Instrumentenbauer. Sie stellten unter anderem eines der Lieblingsinstrumente von Engelhardt, die Klarinette, her. Als kürzlich der Innenminister von Rheinland-Pfalz, Michael Ebling, bei Pfaff zu Besuch war, hat Engelhardt in die Historie eingeführt.
Ein andermal war der Allroundmusiker mit dem Fotografen Thomas Brenner aus Kaiserslautern unterwegs. Bei dem Projekt Friedhof 2.0 sorgte er für die musikalische Untermalung, mit einfühlsamer Musik wurde er dem besonderen Ort der Ruhe und Stille gerecht.
Nun möchte sich Engelhardt musikalisch neu finden, die Schaffenspause soll Raum schaffen für neue Ideen und Projekte. Manches wurde neu sortiert und man darf gespannt sein, wohin die musikalische Reise führen wird. (von Wolfgang Feth)

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