– Corona-Pandemie zwingt Fördergemeinschaft zur Absage ihrer Großveranstaltungen –

Von Seiten der Fördergemeinschaft der Sickingenstadt Landstuhl werden dieses Jahr keine Veranstaltungen initiiert. Das ist das Ergebnis einer Tagung des Vorstandes des Zusammenschlusses der Landsuhler Gewerbetreibenden. Wie Samir Miari, ener der beiden Vorsitzenden der Fördergemeinschaft auf Anfrage des Westpfalz Journals mitteilt, betreffe dies sowohl den Mondscheinmarkt als auch das Stadtfest und das Oktoberfest, an dem die Fördergemeinschaft mitwirkt. „Was wir versuchen wollen, sind kleinere Veranstaltungen mit einem entsprechenden Hygienekonzept. Voraussetzung ist natürlich immer, das die Inzidenzwerte so etwas überhaupt zulassen, weshalb sich zum jetzigen Zeitpunkt kaum konkrete Angaben machen lassen, wie sich das in Zukunft entwickelt“, betont Miari.
Erfreulich sei, dass man bei der im März vergangenen Jahres gestartete Initiative „Gutscheinwelt Landstuhl“ (das Westpfalz Journal berichtete mehrfach) mittlerweile die 8000-Euro-Marke überschritten habe, was konkret bedeute, dass man über das Online-Portal www.gutscheinwelt-landstuhl.de Gutscheine im Wert von über 8000 Euro verkauft habe. „Die Aktion wird natürlich auch in den kommenden Monaten fortgesetzt“, sagt Miari sichtlich erfreut.
Geplant sei, so Miari weiter, dass die Fördergemeinschaft in Zusammenarbeit mit der IHK für ihre Mitglieder Corona-Schnelltest besorgen wolle. „Unser Wunsch wäre, dass wir unseren Mitgliedsgeschäften pro Woche eine feste Anzahl von Schnelltestes sponsern können, die diese dann an ihre Mitarbeiter weitergeben können“, so Miari. Da man sich derzeit noch im Gespräch mit der IHK befinde, können er zum jetzigen Zeitpunkt noch keine konkreten Angaben zur Zahl der Testes und zum gesamten Procedere machen. „Sobald wir etwas wissen, teilen wir das unseren Mitgliedern schnellsten mit“, so Miari.
Ein weiteres Thema, das die Fördergemeinschaft beschäftigt habe, seien die Neuwahlen des Vorstandes. „Eigentlich waren Neuwahlen schon im vergangenen Jahr fällig, allerdings konnten ja wegen Corona keine Versammlungen stattfinden. Unser Wunsch ist, dass wir bis zum Sommer eine Mitgliederversammlung mit Neuwahlen durchführen können, notfalls auch Online, wobei das wirklich nur eine Notlösung wäre. Denkbar ist beispielsweise eine Mitgliederversammlung in der Stadthalle, wo die Abstandsregelungen eingehalten werden können“, so Miari, der betont, dass neue Mitglieder, die Interesse an der Mitarbeit im Vorstandsgremium hätten, stets willkommen seien.
Kritik geübt worden sei in der Sitzung, so Miari weiter, an der fehlenden Unterstützung der Gewerbetreibenden und Einzelhändler von Seiten der Stadt insbesondere während der Corona-Panendemie. Beispielsweise habe es in Pirmasens ein von der Stadtspitze initiiertes Gutscheinprojekt gegeben, um örtlichen Einzelhändlern zu helfen, andere Kommunen bemühten sich darum, Corona-Modellregionen zu werden, nur Landstuhl unternehme aktiv nichts, um den örtlichen Einzelhandel zu unterstützen. „Es ist nicht so, dass uns die Stadt nicht hilft, wenn wir mit unseren Anliegen auf sie zu kommen, aber gerade in der momentan sehr schwierigen Situation kommt von der Stadt halt gar nichts und wir fühlen uns von der Stadtspitze im Stich gelassen“, bedauert Miari. (red)

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