– Von Clara Hoffmann –

Der Frühling im Japanischen Garten ist für die Besucher zurzeit nur eingeschränkt zu erleben. Aufgrund der derzeitig andauernden Corona-Pandemie wurde das geplante „Hanami-Fest“ abgesagt. Übersetzt bedeutet das Wort „Hanami“ „Blüten betrachten“. Dieses Fest stellt eine japanische Tradition dar, die alljährlich im Frühling veranstaltet wird. Dabei wird die Schönheit der Blumen und Blüten in den Kirschbäumen gefeiert. Umgangssprachlich lässt sich das „Hanami-Fest“ auch als „Kirschblütenfest“ bezeichnen.
Bei meinem letzten Besuch im Japanischen Garten fielen mir die rosa blühenden Kirschblüten in ihren zarten Farben direkt ins Auge. Japanische Kirschbäume haben eine Blütezeit, die von Ende März bis Anfang Mai reicht. Betrachtet man einen blühenden Kirschbaum näher, so kann man ein ganzes Meer voller Blüten entdecken. Die japanische Kirsche, auch „sakura“ genannt, trägt keine essbaren Früchte.
Die Kirschblütenzeit kündigt in der japanischen Kultur angenehmere Temperaturen Ende März an. Der Februar ist in Japan meistens der kälteste Monat. Dadurch ist die Freude auf den März und den Beginn der Kirschblütenzeit in Japan sehr groß, denn im Rahmen der Kirschblütenzeit werden die Kräfte der Natur symbolisch geweckt.
Das Blütenmeer der japanischen Kirschbäume steht in der japanischen Literatur für einen würdigen frühen Tod, da die Blüten nur einmal im Jahr für eine kurze Zeit blühen und die Bäume auch während der anderen Jahreszeiten standhaft bleiben.
Mein Besuch im Japanischen Garten war trotz des eher düsteren und regnerischen Wetters ein entspannendes Erlebnis. Zurzeit kann man telefonisch einen Termin vereinbaren. Hierbei kann man innerhalb der folgenden Zeitfenster: 10 bis 12 Uhr, 12 bis 14 Uhr, 14 bis 16 Uhr und 16 bis 18 Uhr wählen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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