– Landstuhl bewirbt sich um Mittelaus dem Förderprogramm Innenstadt-Impulse –

Auch in diesem Jahr bewirbt sich die Stadt Landstuhl um Zuschüsse aus dem rheinland-pfälzischen Förderprogramm „Innenstadt-Impulse“. In seiner jüngsten Sitzung brachte der der Landstuhler Stadtrat Projekte im Gesamtwert von über 700.000 Euro auf den Weg, durch deren Umsetzung die Aufenthaltsqualität an verschiedenen Stellen der Innenstadt mit zahlreichen Teilmaßnahmen verbessert werden kann. Gleichzeitig sollen mit Mitteln aus dem Programm die Digitalisierungsstrategie und die städtische Vermarktung ausgebaut werden, unterschiedliche Veranstaltungen in Landstuhl gefördert und die Innenstadt im allgemein belebt und für die Landstuhler und die Besucher insgesamt attraktiver werden.
Freilich müssen im Laufe der Erarbeitung der Antragsunterlagen, mit der die Stadt das Lautrer Planungsbüro WSW beauftragt hat, die Projekte insgesamt abgespeckt beziehungsweise auf die Zukunft verschoben werden, da die Förderrichtlinie einen maximalen Förderrahmen von 500.000 Euro pro Kommune vorsieht. Das besondere an dem Programm, das speziell auf Mittel- und Oberzentren in Rheinland-Pfalz zugeschnitten ist: Die Förderquote liegt bei 90 Prozent, was bedeutet, dass die Stadt Landstuhl Mittel in Höhe von maximal 500.000 Euro verplanen kann, dafür aber „nur“ 50.000 Euro aus dem Stadtsäckel aufwenden muss, da die restlichen 450.000 Euro über das Landesprogramm finanziert werden.
Die Crux dabei: Das Programm ist für nahezu alle Mittel- und Oberzentren im Land von großem Interesse, weshalb sich in diesem Jahr außergewöhnlich viele Städte um die Fördermittel bewerben. Im Gegenzug beinhaltet der Fördertopf für 2026 allerding „nur“ fünf Millionen Euro, so eine Mitteilung des rheinland-pfälzischen Innenministeriums. Deshalb muss man davon ausgehen, dass nur ein Bruchteil aller beantragten Maßnahmen in den Genuss einer Förderung kommen wird. Das teilte in der jüngsten Stadtratssitzung Fabian Manz vom Büro WSW mit, der das Förderprogramm sowie die vom Stadtrat ausgewählten Projekte ausführlich vorstellte.
Insgesamt will Landstuhl Einzelmaßnahmen in den Kategorien „Atmosphärische Innenstadtgestaltung“, „Innenstadt in Aktion“, „Intelligente Innenstadt“, „Digitalstrategie und Stadtvermarktung“ sowie „Veranstaltungsentwicklung und Innenstadtbelebung“ auf den Weg bringen. Die einzelnen Maßnahmen reichen dabei von ganz konkreten Projekten wie beispielsweise der Neuanlage der Grünfläche am Kreuz in der Weiherstraße über allgemeine Zielsetzungen wie der Etablierung neuer Veranstaltungskonzepte einschließlich der Anstellung eines Eventplaners für die Stadt bis hin zu ausgesprochen wissenschaftlichen Vorhaben wie der Einrichtung eines intelligenten Parkleitsystems mit der Echtzeitanzeige der freien Parkplätze in der Stadt via Smartphone.
Wie Stadtbürgermeister Mattia De Fazio erläuterte, habe man insgesamt drei Jahre Zeit um die bewilligten Maßnahmen umzusetzen. Besonders viel Hoffnung lege man auf die Bezuschussung von Inklusionsspielgeräten für den neuen Mehrgenerationenplatz in der Lindenstraße. Die dadurch eingesparten Mittel in Höhe von rund 65.000 Euro könne man Zielgerichte an anderer Stelle des Vorhabens verwenden, so der Stadtbürgermeister.
De Fazio und Manz konnten zudem erste Ergebnisse bei der Förderrunde aus dem  vergangenen Jahr präsentieren, unter anderem neue Stadtmöblierung auf dem Alten Markt und in der Kaiserstraße, außerdem befänden sich unter anderem die Neuanlage der Grünfläche auf dem Alten Markt sowie die Installation zweier digitaler Ortseingangsschilder derzeit in Planung, außerdem arbeite man an der Umsetzung des Projektantrags „Weihnachtliches Landstuhl“ aus dem vergangenen Jahr, das zwar keine einheitlichen Kunststoff-Christbäumchen für die Kaiserstraße mehr vorsieht, jedoch nach wie vor die Neukonzeption der Weihnachtsbeleuchtung und -Dekoration für die Innenstadt. (von J. Link)

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