-Fledermauskasten-Bauworkshop im Projekt „Gefährdete Tierarten – Espèces en danger“-

„Wir bauen der Fledermaus ein Haus“ – so ist der Titel des Workshops, den das Biosphärenreservat Pfälzerwald im Rahmen des deutsch-französischen Interreg-Projekts „Gefährdete Tierarten im grenzüberschreitenden Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen“ anbietet.

Der Workshop findet am Samstag, 09. Juli, von 11 bis 14 Uhr im Naturerlebnis-Zentrum Wappenschmiede in der Nähe von Fischbach bei Dahn statt, richtet sich an Teams aus jeweils einer erwachsenen Person und einem Kind und wird von Werner Mang geleitet, der Fledermausbotschafter des NABU Rheinland-Pfalz ist. Fledermäuse sind einzigartige und faszinierende Säugetiere: Sie sind nachtaktiv, können mit den Ohren sehen und kopfüber schlafen. Jedoch geht die Zahl der Fledermäuse in Deutschland und auch in unserem Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen zurück, weil unter anderem geeignete Quartiere fehlen. Dieser Entwicklung können Teilnehmende des Workshops etwas entgegensetzen und unter Anleitung einen Fledermauskasten bauen, der für die Tiere einen Unterschlupf für Tag und Nacht, für den Winterschlaf oder die Zeit der Geburt ihrer Jungen bietet.

Die Teilnahme am Workshop ist kostenlos. Falls vorhanden sollten Teilnehmende einen eigenen Akkuschrauber mitbringen. Benötigtes Bauholz wird kostenlos zur Verfügung gestellt. Es soll in Zweier-Teams mit jeweils einer erwachsenen Person und einem Kind gearbeitet werden.

Informationen zu diesen und weiteren Veranstaltungen des Biosphärenreservats Pfälzerwald auch unter www.pfaelzerwald.de/termine.

Zum Projekt „Gefährdete Tierarten – Espèces en danger“

Der weltweite Rückgang und das Aussterben von Tier- und Pflanzenarten zeigen sich auch im Bereich des grenzüberschreitenden Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen. Im Rahmen des von Juli 2020 bis Juni 2023 laufenden EU-Interreg-Projekts „Gefährdete Tierarten im grenzüberschreitenden Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen“ werden für drei gefährdete Tierarten dringend benötigte Schutzmaßnahmen umgesetzt. Im Zentrum stehen der Steinkrebs, der dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling als gefährdete Schmetterlingsart sowie kulturfolgende Fledermäuse wie zum Beispiel das große Mausohr.

Dafür haben sich deutsche und französische Projektpartner und -partnerinnen zusammengefunden, die ihre Kenntnisse, Mittel und Monitoring-Methoden teilen, um konkrete Schutzmaßnahmen zu entwickeln. Das Biosphärenreservat Pfälzerwald bringt sich im Bereich Bildung für Nachhaltige Entwicklung und Öffentlichkeitsarbeit vor allem mit Führungen und Workshops in das Projekt ein. Weitere Informationen zum Projekt unter www.pfaelzerwald.de/projekte.

Das Projekt wird mit Mitteln aus dem Interreg-Programm Oberrhein sowie durch das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität Rheinland-Pfalz gefördert.

 

Bildunterschrift zum Foto:  Gemeinsam Werkeln für Fledermäuse: Beim praktischen Workshop entstehen Kästen, die alle teilnehmenden mit nach hause nehmen dürfen (Foto: Biosphärenreservat/frei)

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