– Kolpingsfamilie Landstuhl feiert großes Jubiläum – Drei Tage zwischen Fest, Musik und gelebter Gemeinschaft –

125 Jahre sind eine lange Zeit. Generationen kommen und gehen, gesellschaftliche Verhältnisse verändern sich und manches, was bei einer Vereinsgründung selbstverständlich erschien, ist Jahrzehnte später längst Geschichte. Die Kolpingsfamilie Landstuhl hat all diese Veränderungen überstanden – und ist auch im Jahr 2026 eine lebendige Gemeinschaft. Am kommenden Wochenende feiert sie nun ihren 125. Geburtstag mit einem dreitägigen Jubiläumsprogramm.
Gegründet wurde die heutige Kolpingsfamilie im Jahr 1901 als katholischer Gesellenverein. Damit gehört die Landstuhler Gemeinschaft heute zu den ältesten Kolpingsfamilien in der Diözese Speyer. Aus dem einstigen Gesellenverein ist längst ein generationenübergreifender Verband geworden. Mit derzeit 213 Mitgliedern zählt die Kolpingsfamilie Landstuhl zugleich zu den größeren Gemeinschaften innerhalb des Bistums.
Geblieben ist über all die Jahrzehnte der Grundgedanke Adolph Kolpings: gesellschaftliche Verantwortung nicht nur einzufordern, sondern selbst zu übernehmen. „Wir sind Menschen, die die Nöte der Zeit erkennen und danach handeln“, bringt die Kolpingsfamilie ihr Selbstverständnis auf den Punkt.

Eine Idee, die 125 Jahre überdauert hat

Adolph Kolping entwickelte seine Vorstellungen von Gemeinschaft und sozialer Verantwortung vor rund 200 Jahren vor dem Hintergrund der schwierigen Lebensbedingungen wandernder Handwerksgesellen. Aus seiner Arbeit entwickelte sich eine Bewegung, die heute weit über die ursprüngliche Gesellenarbeit hinausreicht.
Das Kolpingwerk Deutschland versteht sich inzwischen als generationsübergreifender katholischer Sozialverband. Bundesweit gehören ihm nach Angaben des Verbandes mehr als 200.000 Menschen in rund 2.100 Kolpingsfamilien an. Etwa 34.000 davon sind Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene der Kolpingjugend.
Auch in Landstuhl hat sich vieles verändert. Der Anspruch jedoch ist geblieben: hinschauen, wo Hilfe gebraucht wird, Gemeinschaft schaffen und dort Verantwortung übernehmen, wo man selbst etwas bewegen kann – vor der eigenen Haustür ebenso wie darüber hinaus.
Dass dieses Verständnis nicht nur auf dem Papier steht, zeigt bereits ein Blick auf das regelmäßige Angebot. Im Kolpinghaus treffen sich Mitglieder und Gäste unter anderem zum wöchentlichen offenen Treff, zum Frauentreff, zum Spieletreff und zum Senioren-Café. Hinzu kommen über das Jahr verteilt gemeinsame Veranstaltungen, Feste und Aktionen.
Und einen 125. Geburtstag feiert man natürlich nicht zwischen Tür und Angel.

Die Habachtaler eröffnen das Festwochenende

Der Startschuss für das Jubiläumswochenende fällt am Freitag, 14. August, ausgesprochen schwungvoll. Dann übernehmen die Habachtaler die Stadthalle Landstuhl.
Ab 20 Uhr steht dort ein Konzert der Formation auf dem Programm, die mit ihrer Mischung aus Live-Musik und ausgelassener Stimmung den musikalischen Auftakt zu den Feierlichkeiten liefern soll. Einlass ist bereits ab 19 Uhr. Karten sind über die Stadthalle Landstuhl erhältlich.
Damit beginnt das Jubiläum bewusst nicht mit langen Festreden, sondern mit Musik und einem Abend, an dem gemeinsam gefeiert werden darf.

Der Samstag gehört der Kolpingsfamilie

Etwas offizieller wird es am Samstag, 15. August. An diesem Tag begeht die Kolpingsfamilie ihr Jubiläum mit einem vereinsinternen Festkommers. Hier dürfte vor allem der Blick zurück auf die lange Geschichte der Gemeinschaft im Mittelpunkt stehen – schließlich sind 125 Jahre Vereinsgeschichte zugleich ein gutes Stück Landstuhler Stadtgeschichte.
Der öffentliche Abschluss folgt schließlich am Sonntag.

Gottesdienst und Frühschoppen zum Abschluss

Der Sonntag, 16. August, beginnt um 9 Uhr mit einem Gottesdienst in der Heilig-Geist-Kirche. Anschließend verlagert sich das Geschehen vor die Stadthalle.
Dort startet gegen 10.30 Uhr ein großer Jubiläums-Frühschoppen, zu dem nicht nur Mitglieder der Kolpingsfamilie eingeladen sind. Für die musikalische Begleitung sorgt die Kolpingkapelle Kindsbach.
Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt. Die Jugendfeuerwehr Landstuhl übernimmt den Grill, während für die jüngeren Besucher eine Hüpfburg bereitsteht. Gefeiert wird bis in den Nachmittag hinein – ungezwungen und ganz im Sinne eines Jubiläums, bei dem die Gemeinschaft im Mittelpunkt stehen soll.

125 Jahre – und kein bisschen im Ruhestand

Das Festwochenende ist damit nicht nur eine Rückschau auf eine lange Geschichte. Es zeigt zugleich, dass die Idee, mit der alles 1901 begann, auch 125 Jahre später noch funktioniert.
Die Kolpingsfamilie Landstuhl versteht sich heute als Glaubens-, Bildungs-, Aktions- und vor allem als Gemeinschaft über Generationen hinweg. Dabei geht es um junge Menschen und Familien ebenso wie um Senioren, gesellschaftliches Engagement und ganz alltägliche Begegnungen.
Oder, um es mit dem Motto des Jubiläums zu sagen: „Gemeinschaft, die verbindet.“
Am Wochenende vom 14. bis 16. August gibt es in Landstuhl reichlich Gelegenheit, genau diese Gemeinschaft kennenzulernen – und mit ihr 125 Jahre Kolpingsfamilie zu feiern. (von J. Link)

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