Vor Corona fand einmal im Monat ein Treffen der Radsportler in der Vereinsgasstätte statt. Diese Treffen dienten zur Besprechung, welche Rennen angestrebt werden und zur Reflektion vergangener Rennen und Veranstaltungen. Einmal im Jahr veranstaltete der Radsportclub Kaiserslautern eine Vereinsmeisterschaft in der Disziplin Einzelzeitfahren. Das berühmteste Mitglied ist Miriam Welte. Von Anfang an war die Sportlerin über ihren Olympiasieg hinaus Mitglied des Vereins. Heute ist sie ein Ehrenmitglied.

Die Sportlerinnen und Sportler trainierten vor der Corona – Pandemie auch schon individuell. Das Virus hat auf den Radsportverein keine Auswirkungen gehabt, weil die Radsportler im Verein fast alle Einzelgänger sind. „Der Mitgliedsbeitrag wurde aufgrund der Corona-Krise nicht eingezogen und nur wenige Mitglieder haben sich in dieser Sache dankbar zurückgemeldet!“, bemerkt Theo Augstein, Vorsitzender des Vereins. Der Verein ist in der Vergangenheit enorm geschrumpft, von ehemals 140 Mitgliedern bis hin zu 37 Mitgliedern. Leider sind nur noch wenige Radsportler aktiv. Damit verbunden sind auch weniger sportliche Ambitionen. Im vergangenen Jahr hat der Verein beim Stadtradeln mitgewirkt und an vier Samstagen vier Touren für seine Mitglieder organisiert. Dieses Jahr wird deshalb lediglich die Eröffnungs- und Schlusstour für Interessierte angeboten.

Theo Augstein sieht die Zukunft des Vereins eher negativ, was das Vereinsleben betrifft. Einfach weiter zu machen wie bisher, scheint die einzige Alternative zu sein. Kaiserslautern scheint ein schlechtes Pflaster für den Radsport zu sein. „Heutzutage ist es schwierig, Jugendliche für den Radrennsport zu begeistern!“, meint Theo Augstein.

Früher wurden Trainingsstunden mit verschiedenen Trainern organisiert. Auch Herr Augstein hat seinen Trainerschein absolviert und war sogar beim Landesverband als Trainer für die Juniorenfahrer engagiert.

Nachdem der 70. Geburtstag des Vereins im vergangenen Jahr aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden konnte, besteht die Hoffnung, den 75. Geburtstag in einem besseren Vereinsgefüge zu feiern. (red)

Foto: RSC KL

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