Die Männer in Blau vom Landespolizeiorchester Rheinland-Pfalz zaubern mundgeblasene Musikperlen in das gemütlich möblierte Auditorium der Landstuhler Stadthalle und fanden dort begeisterte, aufmerksame Zuhörer. Der Lions Club Landstuhl hatte eingeladen, mit Empathie organisiert und auch die leiblichen Genüsse hervorragend bedient.
Die Men in Blue Brass Band sind, anders als ihre Kollegen vom Dienst, nur für die Arbeit am Instrument ausgebildet und die hohe Qualität des Ensembles ist schon ab dem ersten Ton hörbar. Die Präsidentin, Iris Hersina, begrüßt herzlich, und erfreulich kurz die Gäste im vollbesetzten Saal und schon beginnt die musikalische Reise durch die Welt von Jazz, Swing und herrlicher 
Schlagermelodien.
Das Konzert beginnt mit „In the Stone“ und mit dem „Sidewalk Strut. Nach dem „Tatort“ ist die musikalische Reise in New Orleans angekommen und die Band zeigt unumwunden, dass sie auch sehr zupackend spielen kann mit viel Drive, aber auch stufenloser Dynamik, werden alle Register bedient. Immer Dreh- und Angelpunkt ist Spiritus Rector Joachim Lösch. Er arrangiert alle Titel für seine Musiker, moderiert charmant und eloquent. Voller Empathie führt er die Brass Band mit seiner Trompete und lässt dabei genügend Raum für die Solisten und das Ensemble.
Die sehr ausgewogene Programmfolge hat in der Tat für jeden Musik-Geschmack etwas dabei. Mit „66 Jahren“ grüßt Udo Jürgens, Major Tom spielt auch mit, während der Seemann das Träumen lässt.
So ist auch der zweite Teil des Abends Zeugnis guten Musikgeschmacks. Der „West End Blues“ von Oliver und Louis Armstrong setzt ohne Zweifel einen Höhepunkt in ein wundervolles Musikerlebnis. Freude für die Ohren und die Seele, produziert und lustvoll zelebriert, mit humorvollem Augenzwinkern und bar jeglichen Stargehabes. So hat Jürgen Letter am Bariton-Sax, mit spaßigen Einlagen immer wieder auch für Lacher gesorgt. Dass dies Zugaben unabdinglich machte, war die logische Folge. Nachdem die glückliche und dankbare Crew des Lionsclub Landstuhl sich explizit bei allen Beteiligten des Abends bedankt hatte, auch dem Stadtrat für die kostenlose Überlassung danke sagte, durfte die Musik den Abend abschließen.
Fazit: „Niemals geht man so ganz“, letzter Zugaben Titel, von Trude Herr und Wunsch aller Gäste für Wiederholungen und Zukunft. (von Franz Wosnitza)

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