-„Das tapfere Schneiderlein“ mit dem Saarländischen Marionettentheater in der Stadthalle Landstuhl-

Die 45-minütige Aufführung des Märchens, „Das tapfere Schneiderlein“ handelte von einem armen Schneider, der eines schönen Tages durch einen Schwarm Fliegen beim Essen eines Marmeladenbrotes gestört wurde. Genervt von dem Rumgesurre schlug er mitten in die Fliegen und tötete mit einem Schlag sieben davon. Voller Stolz nähte er sich prompt den Satz: „Sieben auf einen Streich“ auf seinen Gürtel. Da hörte er, dass im nahe gelegenen Schloss eine Stellung frei wurde und es begann für den jungen Mann eine abenteuerliche Zeit.
Auch das junge Publikum wurde stets in die Handlung mit einbezogen und animiert, sich immer wieder mit Zurufen zu beteiligen.
Die Inhaber des Theaters haben für ihr Marionettenstück die Geschichte angepasst und überarbeitet. So sind die Dialoge geschickt formuliert, dass im Grunde genommen jeder immer die Wahrheit sagt und es der zuerst raffinierten Prinzessin am Schluss leid tat, das tapfere Schneiderlein in unnötige Gefahr gebracht zu haben. Schließlich hatte sie sich ja in ihn verliebt und mit dem bekannten Satz „Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute“ endete das Märchen ganz klassisch.
Selbstverständlich durfte das Kasperle in einer Nebenrolle nicht fehlen.
Robert und Leslie Grünholz führen das private Marionettentheater. Das Team hat eine Vielzahl von Märchen für sein Marionettentheater im Repertoire und seit weit über 100 Jahren verbindet das Saarländische Marionettentheater eine Familientradition mit Puppen, die zum großen Teil noch vom Urgroßvater der heutigen Akteure liebevoll von Hand geschnitzt wurde. (red)

 

 

 

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