– Ein Kommentar von Wolfgang Feth –

Die Corona Krise geht uns im wahrsten Sinne des Wortes allmählich auf die Nerven. Wen wundert es da, dass auch bei manchen Verantwortungsträgern die Nerven blank liegen.
Der Antrag der FWG, in der Stadthalle ein Testzentrum einzurichten, war sicherlich gut gemeint. Jeder möchte einen Beitrag zur Bekämpfung der Jahrhundertkatastrophe leisten, und das da nicht immer alles rund läuft, sehen wir nahezu täglich in der Bundespolitik. Dass aber der Antrag der FWG von Bürgermeister Hersina so abgebügelt wurde, lässt sich nur auf die besagten angespannten Nerven zurückführen. Ein gemeinsames Gespräch mit der antragsstellenden Fraktion wäre sicherlich der bessere Weg gewesen. Darüber hinaus ist es mehr als fraglich, ob der Bürgermeister formell den Antrag zurecht zurückgewiesen hat: Denn die Frage, ob der Stadtrat „für den Gegenstand der Beschlussfassung zuständig ist“ sollte schon der demokratisch gewählte Stadtrat selbst treffen und nicht der Bürgermeister.
Aber so ist Corona, da braucht man starke Nerven wie zum Beispiel auch bei Streaming-Veranstaltungen in der Stadthalle Landstuhl. Das Westpfalz Journal hat sich hierfür ziemlich ins Zeug gelegt: Nach Rücksprache mit der Kreisverwaltung waren sie auf einmal rechtlich möglich, alle Parteivorsitzenden der im Stadtrat vertretenen Parteien haben sie befürwortet, auch befragte Bürger waren dafür und die Stadt Kaiserslautern hat es in der Fruchthalle vorgemacht wie es geht. Trotz angebotener Unterstützung teilte Bürgermeister Hersina auf Nachfrage mit, er habe bisher keine Zeit gehabt, sich mit diesem Thema zu beschäftigen. Keine gute Nachricht für die Kultursuchenden und -schaffenden in Landstuhl.

 

 

 

 

 

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