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Mit Sickingen vom Nanstein zur Grimburg von Karl Pfaff
Danach gab es in der Umgebung einen Ritter mit schwarzem Harnisch, der die Burg genau kannte, da er in ein dort lebendes Fräulein verliebt war. Dieser Ritter, der im Dienste des Trierer Kurfürsten gestanden hatte, war zu Sickingen übergelaufen. Er überredete seine Angebetete, eine kleine Mauerpforte offen zu halten. Durch diese List konnten einige von Franzens Knechten ungehindert eindringen, die Wachen überwinden und ihm das Haupttor zu öffnen. Dem Verräter und dem Burgfräulein wurde nach dem Tode das Schicksal zuteil, ruhelos bis heute hin und wieder in der Nacht als weiße Frau und schwarzer Ritter in der Burg umher zu irren.
Ihr Entstehungsalter basiert auf dem gleichen Zeitraum Ende des 12. Jahrhunderts wie der Nanstein und teilt ähnliche Schicksale der Zerstörung im Laufe der Jahrhunderte. Nahezu 500 Jahre lang war sie Verwaltungssitz und Gerichtsstandort des nach ihr benannten Amtes Grimburg. Kaiser Maximilian weilte 1512 hier zur Falkenjagd. Die Burg erlitt im Dreißigjährigen Krieg starke Beschädigungen. Danach wurde sie aufgegeben. Die mächtige Anlage war dem Verfall preisgegeben und diente den umliegenden Ortschaften als bequemer Steinbruch. Seit dem Jahre 1978 bemüht sich der Förderverein Burg Grimburg in Zusammenarbeit und mit Unterstützung der Verbandsgemeinde Hermeskeil und der Ortsgemeinde Grimburg um die Freilegung, Ausgrabung, Sicherung und den teilweisen Wiederaufbau der Burgruine.
Im Ort selbst findet sich das Burg- und Hexenmuseum, auch die Gastronomie ist vertreten. Eine nahezu ähnliche Situation hat sich bei der Landstuhler Burg über die Jahrhunderte entwickelt. Auch diese Ruine wurde in den 70-ger Jahren durch fleißige Heimatfreunde, allen voran Theo Schohl, zu einem belebten Ort des Tourismus entwickelt. Zahlreiche regionale und überregionale Kulturveranstaltungen schauspielerischer, musikalischer und volkstümlicher Art werden geboten. Die Stadt hat sich im Jahre 1995 den Zusatz „Sickingenstadt“ im Ortsnamen gesichert. Alljährlich am 7. Mai findet ein Franz von Sickingen Todesgedenken im Burghof und in der Sterbekammer statt.
Dort wurde er 1523, ein Jahr nach der Trierer Fehde von eben jenen Truppen des Kurfürsten von Trier selbst belagert und fand durch einen herabstürzenden Balken den letzten Rittertod. Schade, dass sich kein heimliches Hintertürchen angeboten hatte, kampflos in die Burg zu gelangen. Vielleicht wäre bei einem kräftigen Schluck Moselwein eine diplomatische Lösung erreichbar gewesen. So starb mit ihm auch das mittelalterliche Rittertum aus. Die Burg liegt oberhalb des Städtchens Landstuhl und ist von Autobahn aus gut sichtbar. Historische Erinnerungen sind im Zusammenhang mit dem Adelsgeschlecht der Sickinger viele zu finden.
Bilder: Karl Pfaff |
Aus dem Inhalt: |
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Eine
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Fuchsjagd
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